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Description
(Short description)
Wolfgang Stegmaier beschäftigt sich mit der Frage nach der Funktion staatsrechtlicher Gesetzgebung im Absolutismus am Beispiel des Preußischen Allgemeinen Landrechts. Er arbeitet die Möglichkeiten und Grenzen der im 18. Jahrhundert zunehmend in ein Spannungsfeld zwischen den Prinzipien der uneingeschränkten Monarchie und den Ansprüchen der Aufklärung geratenden Gesetzgebung heraus. Auf dieser Grundlage entwickelt der Autor die Funktionen staatsrechtlicher Gesetzgebung und wendet die gewonnenen Erkenntnisse auf die im ALR enthaltenen staatsrechtlichen Rechtssätze an.
(Text)
Wolfgang Stegmaier beschäftigt sich mit der Frage nach der Funktion staatsrechtlicher Gesetzgebung im Zeitalter des Hoch- und Spätabsolutismus am Beispiel des Preußischen Allgemeinen Landrechts. Ausgehend von dem Entwicklungsstand der Staatsrechtswissenschaft und der Gesetzgebungskunst bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, beschreibt der Autor unter Auswertung der Gesetzgebungsmaterialien und der zeitgenössischen Diskussion die gesetzgeberischen Ansprüche, die man während der preußischen Justizreform verfolgte, und die gesellschaftlichen Erwartungen, die das gebildete Publikum mit der Reform verband. Der Autor arbeitet dabei die Möglichkeiten und Grenzen der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zunehmend in ein Spannungsfeld zwischen den Prinzipien der uneingeschränkten Monarchie und den Ansprüchen der Aufklärung, insbesondere der wachsenden Bedeutung der Pflichtenlehre geratenden Gesetzgebung heraus. Auf dieser Grundlage entwickelt der Autor sodann die Funktionen staatsrechtlicher Gesetzgebung und wendet die gewonnenen Erkenntnisse auf die im ALR enthaltenen staatsrechtlichen Rechtssätze an. Das Werk endet mit einem Ausblick auf den Wandel, den das Verständnis von der Gesetzgebung im 19. Jahrhundert unter dem Einfluß der Pandektenwissenschaft erfahren sollte, betont dabei indessen die gemeinsamen Ansprüche von ALR und BGB.
(Table of content)
Einleitung: Das Allgemeine Landrecht im Lichte seiner Zeit1. Teil: Der Codex im Gefüge seiner zeitgenössischen PrämissenDas Allgemeine Staatsrecht bis zur Zeit der Entstehung und des Erlasses von AGB und ALR - Der Einfluß äußerer Umstände auf die Funktionalität des Gesetzes - Grenzen der reglementierenden Gesetzgebung - Gesetzgeberische Ansprüche und gesellschaftliche Erwartungen im aufgeklärten Absolutismus Preußens2. Teil: Die Funktion der Rechtssätze im AGB und ALR3. Teil: Die Funktion der im AGB und ALR enthaltenen staatsrechtlichen Rechtssätze im allgemeinenDas Allgemeine Landrecht als konzipiertes Reglementbuch - Das Verhältnis des Allgemeinen Landrechts zur preußischen Staatsverfassung - Einzelne Funktionen staatsrechtlicher Rechtssätze unter der Bedingung der uneingeschränkten Monarchie4. Teil: Die Funktion einiger der im AGB und ALR enthaltenen staatsrechtlichen Rechtssätze im besonderenÜber die Bestimmung des Staatszweckes und über die Majestätsrechte. Ein Beitrag zur Funktion der 77-79 Einl. AGB und der 1-16 II 13, 18 II 17 AGB/ALR - Über Stellung und Funktion der Gesetzkommission, über die Pflicht zur Publikation der Gesetze und über das Rückwirkungsverbot. 10-15, 18-25 Einl. AGB / 7-11, 14-21 Einl. ALR - Das MachtspruchwesenAusblick: Vom Wandel der Zeit und ihrer IdealeLiteraturverzeichnisPersonen- und Sachregister