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Description
(Short description)
Warum wirkt Staat? Indem er das Gefangenendilemma überwindet und Kollektivgüter gewährleistet, antwortet der Ökonom. Das damit angesprochene Modell, Partikularinteressen und Gemeinwohl zu koordinieren, ist aber weder auf seine Besteuerungskompetenz beschränkt noch wirklich neu. Vielmehr läßt sich die Ideengeschichte des modernen Staates nach diesem Paradigma neu ordnen. Dazu versucht die Arbeit einen Beitrag zu leisten: Ein Vorgang wörtlich begriffener Veröffentlichung von Gesellschaft kann dabei ab dem 18. Jahrhundert identifiziert werden, in dessen Verlauf besagte Überwindungsfunktion des Staates durch Demokratie und öffentliche Meinung allmählich verstärkt wird.
(Text)
Warum wirkt Staat? Um diese Frage zu beantworten, ist das der Ökonomie entlehnte Paradigma des Gefangenendilemmas leitend, das zu überwinden die Funktion von Staat beschreibe. Die darin innewohnende Aufgabe, Partikular- und Gesamtinteressen zu koordinieren, erfolgt, indem der Staat Kollektivgüter gewährleistet. Diese der Ökonomie eher neue Theorie dient in der vorliegenden Arbeit als Schlüssel, Ideengeschichte und Theorie des modernen Staates zu befragen. Dabei zeigt sich, dass die entsprechenden Funktionsmechanismen tatsächlich schon früh relativ bewusst erkannt wurden, um Staat zu erklären. Ein Vorgang wörtlich begriffener Veröffentlichung von Gesellschaft kann ab dem 18. Jahrhundert identifiziert werden, in dessen Verlauf die Funktion des Staates, Partikularinteressen und Gemeinwohl zu synchronisieren, durch Demokratie und öffentliche Meinung allmählich verstärkt wird. Zugrundeliegendes Material ist eine zugleich weit und eklektisch verstandene Ideengeschichte, die jedoch zu analysieren nicht Endzweck, sondern Mittel ist, die materiale Frage selbst zu erforschen, wie Staat funktioniert: Ideengeschichte wird mit politischer Theorie funktional verknüpft.
(Table of content)
Einleitung
Fragestellung, Forschungsstand und Methode: Die conditio humana zwischen Eigeninitiative und Gefangenendilemma - Hypothesis - Methode - Anzeige und Bewältigung eines definitorischen Desiderates: Staatstätigkeit und öffentliche Güter
Prolog: Vormoderne Staatlichkeit als Modus rationaler Daseinsbewältigung
Vom Stamm zur Stadt - Antike Staatlichkeit und Demokratie nach der athenischen Pentekontaëtie - Die Parabel von den zwei Schwertern: Geistliche und weltliche Herrschaft als konkurrierende Rationalisierungskräfte des Mittelalters? - »Quod omnes tangit, ab omnibus approbari debet«: Konziliarismus und Republikanismus als spätmittelalterliche Partizipationsformen politischer Gewalt
1. Teil: Staat als säkulare Rationalisierungsfunktion der Moderne
Die Aufgabe rationaler Gemeinwohloptimierung: Allkompetenz und Allmacht des Staates - Die Zähmung potentieller Allmacht des Staates: Selbstbindung und Selbstbegrenzung des Staates - Pathologien des modernen Staates: Elitismus und Totalitarismus
2. Teil: Katalyse staatlicher Rationalisierungsfunktion
Modifikation von Zwangsgewalt: Mehrheitsprinzip und Demokratie als legitimierende Rationalisierungskatalysatoren des modernen Staates - Publikation von Zwangsgewalt: Öffentlichkeit als allgemeiner Rationalisierungskatalysator des modernen Staates und als spezifisches Enzym demokratischer Willensbildung
Epilog: Postmoderne Gewährleistungsinstitutionen öffentlicher Kollektivgüter
Öffentliche Institute in einer postnationalen Konstellation? - Öffentliche Güter in einer nachstaatlichen Gesellschaft?
Schluss: Neun Thesen vom Staat
Literaturverzeichnis
Sachregister



