Ausnutzung und Verdrängung. : Steuerungsprobleme der SED-Mittelstandspolitik 1955-1972.. Dissertationsschrift (Zeitgeschichtliche Forschungen 22) (2003. 366 S. 233 mm)

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Ausnutzung und Verdrängung. : Steuerungsprobleme der SED-Mittelstandspolitik 1955-1972.. Dissertationsschrift (Zeitgeschichtliche Forschungen 22) (2003. 366 S. 233 mm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783428108664

Description


(Text)
Die Vernichtung des gewerblichen Mittelstandes gilt als Menetekel für den SED-Staat. In mehreren Schüben waren bis 1972 Zehntausende besonders versorgungsrelevanter kleiner und mittlerer Betriebe sozialisiert bzw. liquidiert worden. Wo die Forschung bislang eine monolithisch-ideologiekonforme Politik am Werke sah, hebt der Verfasser deren Brüchigkeit und innere Widersprüchlichkeit hervor. Das Motiv ökonomischer Ausnutzung der besonders versorgungsrelevanten Produktionskapazitäten stand unvermittelt neben dem politischen Impuls, Privateigentum an Produktionsmitteln auszumerzen. Letzterer gewann vor allem während der Herrschaftskrisen in den späten fünfziger Jahren und Anfang der siebziger Jahre die Oberhand - mit schwerwiegenden Folgen.

Gestützt auf einen breiten Fundus von Archivmaterial und Forschungsergebnissen zeigt Frank Ebbinghaus, daß der Privatsektor in der DDR stets am Faden der großen Politik hing. Das gilt für das Jahr 1955, als Chruschtschow eine Bestandsgarantie für die "sozialistischen Errungenschaften" der DDR ausgab, aber auch für die Phase des Machtwechsels von Ulbricht zu Honecker, in deren Folge der neue Machthaber zu einem strikten Abgrenzungskurs gegenüber der Bundesrepublik verpflichtet war. Für die SED bot die Mittelstandspolitik ein Feld der Krisenableitung, auf dem sich der Primat der Politik mit den ökonomischen Imperativen der sozialistischen Gesellschaft versöhnen sollte. In der Praxis zog dies jedoch konfliktreiche Abstimmungsprozesse zwischen den beteiligten Institutionen nach sich. Als Folge radikalisierten sich die ideologischen Ziele zu Lasten der ökonomischen. So wurde den Selbstzerstörungskräften des SED-Staates Auftrieb verliehen.
(Table of content)
Aus dem Inhalt:
A. Einleitung - B. Vorgeschichte der neuen Mittelstandspolitik: Zwischen Duldung und Verdrängung: Mittelstandspolitik 1945-1953 - Konsumorientierung und Herrschaftssicherung: Mittelstandspolitik und "Neuer Kurs" 1953 - C. Schaffung neuer Eigentumsformen: Halbstaatliche Betriebe und Handwerkliche Produktionsgenossenschaften: Sozialisierung als Existenzgarantie: Anlässe für die neue Mittelstandspolitik 1955/56 - SED in der Defensive: Mittelstandspolitischer Auftakt 1956/57 - D. Die Sozialisierungskampagne 1958-1960: Machtkampf und Wirtschaftskrise: Auslösung der Kampagne 1957/58 - Der Befreiungsschlag 1958 - Grenzen der Sozialisierung? Krisenfelder der Kampagne - Die unvollendete Sozialisierung: Abbruch der Kampagne 1960 - E. Von Ulbricht zu Honecker: Mittelstandspolitik 1961-1969: Zwischen Verdrängung und Protektion: Handlungszwänge einer dilatorischen Mittelstandspolitik in den sechziger Jahren - Krisenperzeption im zentralen Machtapparat am Ende der Ära Ulbricht und Honeckers Patentrezept: Konsumorientierung als "Hauptaufgabe" (April 1970 bis Juli 1971) - Die Dezemberverordnungen von 1970 als self-fullfilling prophecy - F. Die Verstaatlichungskampagne: Planung - Durchführung - Ergebnisse - G. Zusammenfassung - Quellen- und Literaturverzeichnis - Unveröffentlichte Quellen / Archivalien - Veröffentlichte Quellen - Literatur - Personenregister