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Description
Säkularisierung ist keine neutrale historische Deutungskategorie, sondern immer auch Provokation und Parole (Hermann Lübbe). Die Rede von ihr fungiert als strategisch eingesetztes Diskurselement und unterbreitet Narrativierungsangebote. Diese Einsicht der deutschen Nachkriegsdebatte zur Säkularisierung überträgt der Band heuristisch auf die russische und sowjetische Kulturgeschichte. Säkularisierung zeigt sich dabei nicht nur als ideenpolitischer Begriff, dem es um normative Fragen der (Il-)Legitimität einer zivilisatorischen Ordnung geht, sondern auch als ideenpoetisches Prisma. In exemplarischen Fallstudien verhandeln die Beiträge Figuren und Theorien sowie Sehnsüchte und Schreckensbilder der Säkularisierungserzählung zwischen Konstanz und Krise. Säkularisierungsnarrative zwischen Konstanz und Krise Säkularisierung ist keine neutrale historische Deutungskategorie, sondern immer auch Provokation und Parole (Hermann Lübbe). Die Rede von ihr fungiert als strategisch eingesetztes Diskurselement und unterbreitet Narrativierungsangebote. Diese Einsicht der deutschen Nachkriegsdebatte zur Säkularisierung überträgt der Band heuristisch auf die russische und sowjetische Kulturgeschichte. Säkularisierung zeigt sich dabei nicht nur als ideenpolitischer Begriff, dem es um normative Fragen der (Il-)Legitimität einer zivilisatorischen Ordnung geht, sondern auch als ideenpoetisches Prisma. In exemplarischen Fallstudien verhandeln die Beiträge Figuren und Theorien sowie Sehnsüchte und Schreckensbilder der Säkularisierungserzählung zwischen Konstanz und Krise. Clemens Günther ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Kultur am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin. Christian Zehnder ist Professor für Slavische Literaturwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.



