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Description
(Text)
Im Jahr 1675 starb in Schlesien die letzte Teillinie der Piasten aus. In der Erinnerungskultur jedoch lebte das vom polnischen Königshaus abstammende, seit langem allerdings im deutschen Kulturkreis beheimatete Fürstengeschlecht noch Jahrhunderte fort. Habsburger und Hohenzollern, Vertreter von Adel, Geistlichkeit und Bürgertum, Anhänger des deutschen und des polnischen Nationalismus - sie alle suchten die dynastische Vergangenheit des Landes für die Interessen ihrer Gegenwart umzudeuten. Kenntnisreich und auf breiter Quellenbasis wird das Nachleben der schlesischen Piasten, das für die deutsch-polnische Konfliktgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert hohe Symbolkraft besaß, erstmals bis in die neueste Zeit nachgezeichnet.
(Author portrait)
Eiden, MaximilianMaximilian Eiden ist Kulturreferent für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz und wurde mit dieser Arbeit an der Universität Stuttgart promoviert.Eiden, Maximilian Maximilian Eiden ist Kulturreferent für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz und wurde mit dieser Arbeit an der Universität Stuttgart promoviert.
(Table of content)
ultur: Die Selbstdarstellung der Familie
Schaffgotsch als Nachkommen der Piasten in weiblicher Linie
4. Die bürgerlich-städtische Erinnerungskultur.
5. Der Blick des Eroberers: Erbansprüche Friedrichs II. als
Legitimation für den Erwerb Schlesiens.
6. Der Blick der Nachbarn: Die schlesischen Piasten im polnischen
Geschichtsbild der Frühneuzeit.
IV. Umdeutungen der Dynastietradition in der Erinnerungskultur
des 19. und frühen 20. Jahrhunderts
1. Zum historischen Hintergrund.
- Politisch-soziale Rahmenbedingungen eines neuen Umgangs
mit der Vergangenheit
- Zeitgeschichte als konstitutives Element schlesischer
Erinnerungskultur des 19. Jahrhunderts.
2. Thematischer Längsschnitt: Die Dynamik des Wahlstatt-Stoffs.
3. Voraussetzungen: Ausweitung der historischen Forschung und
das deutsch-nationale Paradigma
- Institutionelle Grundlagen und wichtige Vertreter der Landesgeschichtsschreibung
- Gustav Freytag als Beispiel für die Popularisierung des neuen
Geschichtsbildes
4. Piastenherzögeals Figuren des guten Herrschers.
- Die Darstellung der Herzöge des 13. Jahrhunderts als Förderer
der Germanisierung
- Piastische Bezüge der dynastischen Erinnerungskultur im
Umfeld König Friedrich Wilhelms IV.
- Die Erneuerung des Kults der hl. Hedwig als Patronin der
Katholiken in Schlesien und Preußen.
- Evangelische Hedwigsdeutunge
- Stilisierungen Dorothea Sibyllas von Brieg zur evangelischen
Hedwig und schlesischen Königin Luise.
Inhalt VII
- Herzoginnen und Herzöge in der schönen Literatur: ein uneinheitliches
Bild
- Die schlesischen Piasten im Schulunterricht. Einige Befunde.
5. Piastenherzöge als ambivalente Gestalten
- Negative Werturteile über das Fürstenhaus in Historiographie
und Publizistik
- Die Opposition der Stadt Liegnitz gegen die Herzöge als
Vorbild bürgerlichen Emanzipationsstrebens.
- Heinrich XI. von Liegnitz: Ein berüchtigter Herzog
- Deutunge



