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Description
Armin Nassehi über die Funktion des Antisemitismus in unserer Zeit
Antisemitische Denkfiguren, Chiffren, Symbole und Taten erfahren derzeit eine erhebliche Sichtbarkeit - was nicht nur mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Jahre 2023 und den militärischen und politischen Folgen dieses Ereignisses zu tun hat. In seinem neuen Buch nimmt der Soziologe Armin Nassehi den verbindenden Kern antisemitischer Formen rechtsradikaler, bürgerlicher, linker, postkolonialer und islamistischer Natur in den Blick.
Armin Nassehis explizit soziologisch gestellte Leitfrage in diesem Buch lautet: Was ist die Funktion des Antisemitismus in westlichen Gesellschaften? Sie wird mit der These beantwortet, dass antisemitische Denkungsarten stets mit ungeklärten Selbstverhältnissen derer zu tun haben, für die der Antisemitismus exakt dieses Problem löst: Fragen der Selbstbeschreibung und ihres Selbstverhältnisses zu lösen. Nassehis Buch ist damit zugleich ein Beitrag zu der Frage, wie die Selbstbezogenheit des "Westens" seine paradoxen Selbstverhältnisse auf etwas Fremdes richtet, das zugleich sein Vertrautestes selbst ist, das imaginierte Jüdische nämlich. Armin Nassehi Vizepräsident der Ludwig-Maximilians- Universität München, 1998 bis 2025 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie und Gesellschaftstheorie. Bei C.H.Beck sind von ihm bisher erschienen: "Kritik der großen Geste" (2024), "Gesellschaftliche Grundbegriffe" (2023), "Unbehagen" (2021) und "Muster" (2019). "In seinem Essay hat er einiges zur Frage der Persistenz von Antisemitismus beizutragen, analysiert die Logik gesellschaftlicher Veränderungen und nicht zuletzt deren Bedeutung für das Selbstverständnis moderner Gesellschaften."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Sophie Klieeisen
"Was charakterisiert antisemitische Denkmuster, egal ob rechtsradikal, bürgerlich, links, postkolonialistisch oder islamistisch? Der Soziologe Nassehi liefert Erklärungen."
WELT, NZZ, RBB Kultur und Radio Österreich, Bestenliste Platz 10, April 2026
"Brillante Analyse des Münchener Soziologen."
taz Futurzwei Bestenliste Platz 2, Juni 2026
"Er geht auf Distanz zu den Aufregungen des Tages ... Nassehi bietet also keinen Trost, aber Erkenntnis, keine Rezepte, aber entscheidende Fragen."
Soziopolis.de, Jens Bisky
"An den Anfang seines großen Essays stellt Nassehi einen bekannten Witz ... höchst instruktive Lektüre"
journal21.ch, Urs Meier
"Wow."
taz Futurzwei, Peter Unfried



