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Description
Dieser Roman ist ein Werk der Fiktion. Er verwendet reale Orte, historische Ereignisse und bekannte Namen ausschließlich als erzählerischen Rahmen. Die dargestellten Figuren, ihre Beziehungen sowie alle Handlungen und Schlussfolgerungen sind frei erfunden und stellen keine Tatsachenbehauptungen dar.Eine junge Pflegerin aus Lettland versucht in Graz neu anzufangen. Nach einer gescheiterten Beziehung in Wien sucht sie Abstand, Stabilität und ein Leben ohne Fragen. In ihrer Arbeit betreut sie eine ältere Patientin, die ihr nach und nach ein lange gehütetes Familiengeheimnis anvertraut: Ein Verwandter war in der Todesnacht von Stammheim als Beamter anwesend und zweifelte zeitlebens an der offiziellen Version der Ereignisse.Was zunächst wie eine persönliche Erinnerung wirkt, entwickelt sich zu einer Geschichte mit politischer Sprengkraft. Gemeinsam mit einem Journalisten beginnt die Pflegerin, das Erzählte zu hinterfragen und einzuordnen. Ihre Recherchen führen sie in ein Geflecht aus Schweigen, Loyalität und Angst, das bis in die Gegenwart reicht.Als die Patientin stirbt, geraten die beiden zunehmend unter Druck. Die Familie der Verstorbenen versucht, jede weitere Nachforschung zu unterbinden, und auch die Vergangenheit der Pflegerin holt sie ein, als ihr ehemaliger Partner wieder auftaucht. Zwischen Bedrohung und moralischer Verantwortung muss sie entscheiden, wie weit sie bereit ist zu gehen.Der Roman erzählt von Zweifel und Mut, von persönlicher Verletzlichkeit und der Frage, was es kostet, hinzusehen - ohne zu behaupten, was wirklich geschah, sondern indem er zeigt, welche Folgen es haben kann, daran zu rühren. Er ist ein genauer Beobachter und ein unbequemer Frager. Beruflich technisch geschult, denkt er analytisch, privat lässt ihn Geschichte, Archäologie und Astrophysik nicht los. Er hat wenig Geduld für einfache Erklärungen, Mythen oder wohlklingende Ausreden - egal ob sie religiös, ideologisch oder pseudowissenschaftlich daherkommen. Seine Texte sind geprägt von Klarheit, Skepsis und einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, oft dort, wo andere lieber wegsehen. Schreiben ist für ihn kein Eskapismus, sondern ein Werkzeug: um hinzusehen, einzuordnen und Dinge auszusprechen, die sonst zwischen Akten, Mauern oder bequemen Erzählungen verschwinden.



