Description
Der deutsche Humanist Joachim Camerarius (1500-1574) verfasste über den Schmalkaldischen Krieg, der 1546 zwischen dem katholischen Kaiser Karl V. und dem protestantischen Schmalkaldischen Bund entbrannte, ein Geschichtswerk auf Altgriechisch. Das Werk zeigt die Haltung eines gebildeten Zeitzeugen, Protestanten und Vertrauten Philipp Melanchthons, der die Propaganda aller Seiten reflektiert und wertet. Dieses Buch bietet eine Edition mit deutscher Übersetzung, Einleitung und Kommentar. Es definiert fundierte Kriterien zur Edition ähnlicher Texte und vereinfacht den Zugang zu einem bislang wenig beachteten Zeitzeugendokument. Der deutsche Humanist Joachim Camerarius (1500-1574) verfasste über den Schmalkaldischen Krieg, der 1546 zwischen dem katholischen Kaiser Karl V. und dem protestantischen Schmalkaldischen Bund entbrannt war, ein Geschichtswerk auf Altgriechisch. Das Werk zeigt die Haltung eines gebildeten Zeitzeugen, Protestanten und Vertrauten Philipp Melanchthons, der die Propaganda aller Seiten reflektiert, wertet und dabei antike Geschichtsschreiber rezipiert.Die vorliegende Edition erleichtert durch Einleitung, Übersetzung und Kommentar den Zugang zu diesem bedeutenden historischen Werk, das zugleich einen Meilenstein in der Herausbildung des Neualtgriechischen in der Frühen Neuzeit in Deutschland sowie einen Versuch der philologischen Bewältigung und Bewertung eines einschneidenden zeitgeschichtlichen Ereignisses darstellt. Anhand einer Analyse der zeitgenössischen Grammatiktheorie und Druckpraxis des Griechischen entwickelt der Autor schließlich Editionskriterien für neualtgriechische Texte aus der Zeit des Humanismus. A. EINLEITUNG1 Einführung2 Camerarius als Historiker2.1 Forschungsstand2.2 Das historische Werk des Camerarius2.3 Camerarius und die Historiographie2.4 Das Geschichtsbild des Camerarius3 Camerarius und der Schmalkaldische Krieg3.1 Kriegsverlauf3.2 Camerarius und der Kaiser3.3 Camerarius' Odyssee3.4 "De Bello Smalcaldico"4 Neualtgriechisch: Grammatiktheorie, Druckpraxis und Konsequenzen für die Edition4.1 Einführung: Problemfelder der Edition frühneuzeitlicher, neualtgriechischer Texte4.2 Griechische Grammatik4.3 Griechisch Drucken in der Frühen Neuzeit4.4 Problemfeld I: Orthographie4.5 Problemfeld II: Diakritika4.6 Problemfeld III: Interpunktion4.7 Resümee und Konsequenzen für die Edition5 Editionsbericht5.1 Auflagen und Siglen5.2 Bestände und Digitalisate5.3 Stemma5.4 Editionskriterien5.5 Nicht im Apparat aufgeführte Lesarten der jüngeren Drucke (R) B. EDITION UND ÜBERSETZUNGDe Bello Smalcaldico / Über den Schmalkaldischen KriegSupplementum a Simone Stenio additum / Ergänzung des Simon Stenius C. KOMMENTARD. ANHANGI. Burkard Gotthelf Struve an den Leser (1717) - Text und ÜbersetzungII. Simon Stenius an Marquard Freher (18.07.1606) - Text und ÜbersetzungIII. Übersicht der Akzentregeln im "Libellus" (Camerarius 1545, p. 12-24)IV. Übersicht der Akzentregeln in "De Accentibus" (Varennius 1550, fol. K1r-L4r)V. Übersicht der Akzentregeln in den "Praecepta" (Dalwitz 1569, fol. A8r-B4r)E. ABKÜRZUNGEN, QUELLEN UND LITERATURAbkürzungsverzeichnisQuellenverzeichnisLiteraturverzeichnis Moritz Stock studierte klassische Philologie an der JMU Würzburg. Er ist Gymnasiallehrer für die Fächer Latein und Griechisch.



