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Description
Der Theologe und langjährige hessische Diakoniechef Wolfgang Gern entfaltet in Vorträgen und Aufsätzen, wie mitleidenschaftlich interkulturelle Theologien und die ökumenische Bewegung als Ganzes verbunden sind mit Leidenserfahrungen im Widerstand und mit dem hoffnungsvollen Einsatz für Menschenwürde, menschliche Entwicklung und Gerechtigkeit. Dabei fließen auch seine Erfahrungen durch Gastdozenturen in Ruanda und auf den Philippinen ein. Gern hebt hervor, dass in der weltweiten Ökumene Diakonie als Sprache der Kirche besonders verstanden wird. Seine Impulse mahnen, Ausgrenzung, Diskriminierung und Entsolidarisierung entgegenzuwirken und sich den »Blick von unten« zu bewahren. Dazu gehört, Integration zu gestalten, das interkulturelle Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft zu fördern und Unterschiede und Vielfalt als Chance und Reichtum wahrzunehmen.
[For the Sake of Human Dignity and Justice. Ecumenical and Diaconal Impulses. With a Preface by Heinrich Bedford-Strohm]
In lectures and essays, theologian and long-standing head of the Hessian Diakonie, Wolfgang Gern, explains how intercultural theologies and the ecumenical movement as a whole are passionately linked to experiences of suffering in resistance and to the hopeful commitment to human dignity, human development and justice. His experiences as a visiting lecturer in Rwanda and the Philippines also feed into this.
Gern emphasises that in global ecumenism, social welfare work is understood as the language of the church. His ideas urge us to counteract exclusion, discrimination and a lack of solidarity and to maintain a »view from below«. This includes shaping integration, promoting intercultural coexistence in immigrant societies and perceiving differences and diversity as opportunities and assets. Wolfgang Gern, Dr. theol., Jahrgang 1951, ist Pfarrer i.R. der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Er studierte Theologie in Berlin, Heidelberg und Bangalore/Indien. In den Jahren 1973/74 war er Flüchtlingshelfer im Vietnamkrieg. Er wurde 1984 im Fach Praktische Theologie promoviert und war Hochschulassistent an der Theologischen Fakultät Heidelberg. 1990 wurde er Gemeindepfarrer in Reichelsheim/Odenwald und 1996 Leiter der Gossner Mission in Mainz. Im Jahr 2000 wurde er Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau, 2013 der Diakonie Hessen. Von 2007 bis 2011 war er Sprecher der Nationalen Armutskonferenz in Deutschland. Seit seinem Ruhestand 2016 übernahm er Gastdozenturen u. a. an der Protestantischen Universität in Ruanda und an der Silliman-University auf den Philippinen sowie Vakanzvertretungen als Pfarrer in Venedig und Shanghai.



