Description
(Text)
Durch die elektronische Datenverarbeitung sind in den letzten Jahrzehnten neue Ermittlungsmöglichkeiten entstanden. So können große Mengen an Daten sichergestellt, gespeichert, systematisch durchsucht und ohne nennenswerten technischen Aufwand zwischen unterschiedlichen Behörden und Aufgabenbereichen transferiert werden. Damit verbunden sind aber auch neue Gefahren, da die massenhafte Verarbeitung personenbezogener Daten eine umfassende Kontrolle des Betroffenen ermöglicht. Der Autor untersucht im vorliegenden Werk, wie der Betroffene im Strafverfahren - vor allem im Ermittlungsvefahren - vor diesen Gefahren geschützt werden kann.
Dabei werden drei Bereiche in umfassender und nachvollziehbarer Weise behandelt:
Der grundrechtliche Datenschutz (z.B. Geheimhaltung, Löschung und Richtigstellung personenbezogener Daten),strafprozessuale Rechtsinstitute (z.B. Verfahrenstrennung, Akteneinsicht, Beweisverwendungs- und Veröffentlichungsverbote), sowiedatenschutzrechtliche Ansätze (z.B. Vorgaben zur Datensicherheit, Informationspflichten).
Das Werk bietet eine wertvolle Unterstützung für Praxis und Wissenschaft bei der Beantwortung datenschutzrechtlicher Fragen im Strafprozess.
(Review)
"Insgesamt stellt das Werk nicht nur eine ausgezeichnete wissenschaftliche Behandlung des strafprozessualen Datenschutzrechts dar, sondern beschreibt auch praxisnah unterschiedliche Schutzinstrumente, wie ein Betroffener situationsgerecht auf (spezifische) datenschutzrechtliche Gefährdungen im Strafverfahren reagieren kann. (...) Darüber hinaus bietet die hervorragende methodische Aufbereitung des strafprozessualen Datenschutzrechts auch ein grundlegendes Verständnis für aktuelle Themen wie zB die Auswertung von Handys." (Dako - Datenschutz konkret Nr. 4/2025, Bernhard Schildberger)
"Das vorliegende Werk bietet eine methodische Aufarbeitung der verschiedenen Facetten dieser Problematik. Es wird deutlich, dass der Strafprozess und der Datenschutz untrennbar miteinander verbunden sind und ein vertieftes Verständnis dieser Thematik von großer Bedeutung ist." (NLMR - Newsletter Menschenrechte Nr. 3/2024, Lea Heckmann)
"Der Autor schafft es großartig, in wissenschaftlich fundierter Weise all jene "Schnittstellen" offenzulegen, die eine formalisierte effektive Strafverfolgung mit sich bringt, wozu auch die massenhafte elektronische Datenverarbeitung gehört, und diese mit den Anforderungen und einzelnen Detailregelungen des Datenschutzes in punktgenaue Beziehung zu setzen. (...) grundlegende und richtungsweisende Pionierarbeit, auf deren Ergebnisse vor allem die Höchstgerichte zu gegebener Zeit wohl zurückkommen dürfen. (jusIT - Zeitschrift für IT-Recht, Datenschutz und Rechtsinformation Nr. 3/2024, Clemens Thiele)
(Author portrait)
Dr. Jonas Divjak ist Universitätsassistent am Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universtität Wien sowie Autor des Wiener Kommentars zum StGB.



