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Description
Das 20. Jahrhundert war eine Epoche von Kriegen, autoritären Systemen und extremer Gewalt. Gleichzeitig war es aber auch eine Epoche regional langer Friedenszeiten, fortschreitender Demokratisierung sowie der Ächtung von Gewalt. Der Band versammelt Studien zur Machtausübung und Gewalterfahrung im 20. Jahrhundert und deren öffentliche bzw. wissenschaftliche Rezeption. Der Fokus des Bandes liegt auf der österreichischen Zeitgeschichte, daneben ermöglichen Beiträge zu Entwicklungen in anderen europäischen Staaten auch eine vergleichende Perspektive. Die großen Themen des 20. Jahrhunderts werden mit historischen, aber auch mit sozial- und kulturwissenschaftlicher Methoden erschlossen.
Vorwort der Herausgeberinnen und HerausgeberVorwort von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer
Heinrich Berger, Melanie Dejnega, Regina Fritz und Alexander Prenninger
Perspektiven und Perspektivenwechsel bei der Erforschung politischer Gewalt
und Machtausübung im 20. Jahrhundert
Helene Maimann
1941. Es gibt nur das Leben
Josef Weidenholzer
Querdenken als forschungsleitendes Prinzip
Helmut Konrad
Von Linz aus. Die Formierung der österreichischen Zeitgeschichte
Josef Ehmer
Sozialwissenschaftler/innen oder Zeithistoriker/innen:
Wer schreibt die Geschichte des 20. Jahrhunderts?
1. Staatsgewalt und staatliche Gewalt - Beispiele aus dem 20. Jahrhundert
António Costa Pinto
Ruling Elites, Political Institutions and Decision-Making in
Fascist-Era Dictatorships: Comparative Perspectives
Peter H. Merkl
Die Gewalt des Bürgerkriegs und ihre Folgen
Peter Becker
"... dem Bürger die Verfolgung seiner Anliegen erleichtern"
2. Nationalsozialismus als Bewegung und Regime
Ian Kershaw
Wie populär war Hitler?
Gernot Heiss
"Wien 1910" - Ein NS-Film zu Lueger und Schönerer
Hans Mommsen
Österreich im Kalkül der Hitler'schen Außenpolitik
Richard Germann
Neue Wege in der Militärgeschichte.
Klaus-Dieter Mulley
Von der NSBO zur Deutschen Arbeitsfront (DAF)
Berthold Unfried
Anwendungsorientierter Antisemitismus
Tim Kirk
Neue Sichtweisen zu Gemeinschaft, Autorität und
Widerstand gegen den Faschismus in Österreich
3. Erfahrungsgeschichtliche Perspektiven auf den Nationalsozialismus
Edith Saurer
Er hat "Ja" gesagt. Kardinal Theodor Innitzer und Bernhardine Alma im Beichtstuhl
Ernst Hanisch
Was ein Landpfarrer über die Jahre 1938 bis 1945 in seine
Chronik schrieb: Versuch einer 'dichten Beschreibung'
Walter Kissling
"Ob Jude oder Christ, ob Hoch oder Nieder - wir wollen nur nach dem Menschen
sehen." Bruchstücke für eine Geschichte des Wiener Alpinvereins "Donauland"
Kurt Bauer
Not, Hunger, Kränkung
Traude Bollauf
Protokolle der Panik. Die Vierteljahresberichte der deutschen
Auswandererberatungsstellen für das letzte Quartal 1938
Hannah Lessing
Gerhard Botz und der Nationalfonds der Republik Österreich
für Opfer des Nationalsozialismus
4. Nachwirkungen des NS-Regimes und des Zweiten Weltkriegs
Johannes-Dieter Steinert
Humanitäre Hilfe, Displaced Persons und die deutsche Bevölkerung nach 1945
Stein Ugelvik Larsen
They had to wait to be seen. War children in the progressive restorations
after World War II
Oliver Rathkolb
Die "longue durée" autoritärer Einstellungen der österreichischen
Gesellschaft 1978 und 2004/2008
Christian Fleck
Ein paar Fragen, die Aribert Heims Aktentasche aufwirft
Alexander von Plato
Die USA, Europa und die Wiedervereinigung Deutschlands
Bernt Hagtvet
Preventing Mass Murder in the 21st Century
5. Mündliche Geschichte und die Grenzen des Sagbaren in der
Geschichtswissenschaft
Mitchell G. Ash
Sprachen und Sprachlichkeit der Wissenschaften
Ruth Beckermann
"Die Grenzen des Sagbaren erweitern"
Albert Lichtblau
Entlang von Grenzen: Tabus und Oral History
Selma Leydesdorff
Looking Back 23 Years Later
Waltraud Kannonier-Finster, Meinrad Ziegler
Soziale Formen des Schweigens bei Michael Pollak
Wolfgang Neugebauer, Christine Schindler
Zur Bedeutung von ZeitzeugInnen für die Aufarbeitung und Vermittlung von Widerstand
und Verfolgung. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands
Eva Brücker
AUTO-Biografie: "Erst zwei, dann drei, dann vier"
Claudia Theune
Das Gedächtnis der Dinge
6. Das Ende der großen Narrative: Gedächtnis und Erinnerung als
zentrale Begriffe in der Zeitgeschichtsforschung
Heidemarie Uhl
Generation of memory
Dirk Rupnow
Zeitgeschichte oder Holocaust-Studien?
Sandra Paweronschitz
Schuld, Abwehr, Rechtfertigung, Reflex
Thomas Lindenberger
Kino als Aufarbeitung?
Irina Scherbakowa
Stalin und kein Ende?
Helga Embacher
Holocaustgedenken und muslimische Identitätspolitik.
Carola Sachse
Was bedeu Eva Brücker ist wiss. Mitarbeiterin der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, Doktorandin am Institut für Zeitgeschichte, Univ. Wien und freie wiss. Mitarbeiterin am Ludwig Boltzmann Institut für Historische Sozialwissenschaft in Wien. Forschungsschwerpunkte sind Alltagsgeschichte, Oral History und Geschichte der Gewalt sowie Nationalsozialismus, Holocaust und Konzentrationslager. Dirk Rupnow ist Professor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck und dzt. Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät. Kurt Bauer ist Zeithistoriker und Buchautor. Zuletzt erschienen: "Die dunklen Jahre. Politik und Alltag im nationalsozialistischen Österreich 1938-1945". PD Dr. Heidemarie Uhl ist Senior Researcher am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Dozentin für Zeitgeschichte an der Universität Graz. Mitchell G. Ash ist Historiker und Wissenschaftshistoriker. Seit 1997 ist er Ordentlicher Universitätsprofessor für Geschichte der Neuzeit und Leiter der Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte an der Universität Wien. Seit 2010 ist er Sprecher des dortigen DK+-Kollegs »The Sciences in Historical, Philosophical and Cultural Contexts«. Er ist Ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Autor oder Herausgeber von elf Büchern und zahlreichen Aufsätzen über die Geschichte der Humanwissenschaften, die Kulturgeschichte der Mensch-Tier-Beziehungen und das Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in der Neueren und Neuesten Geschichte. Robert Fleck ist Kunsthistoriker und Ausstellungskurator und Professor für »Kunst und Öffentlichkeit« an der Kunstakademie Düsseldorf. Helmut Konrad ist em.. Univ.-Prof. für Allgemeine Zeitgeschichte an der Universität Graz, Altrektor, Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät 2011 bis 2014. Forschungsschwerpunkte sind Kultur- und Arbeitergeschichte, Nationale Fragen und Identität und die Strukturen von Wissenschaft und Forschung. Oliver Rathkolb war von 2006 bis 2024 Professor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, Vorsitzender des internationalen wissenschaftlichen Beirats des Hauses der Europäischen Geschichte in Brüssel und Vorstandsmitglied des Jüdischen Museums Wien und des Salzburger Festspielarchivs. ao. Univ Prof. Dr. Helga Embacher ist Zeithistorikerin am Fachbereich Geschichte an der Universität Salzburg. Zu ihren derzeitigen Forschungschwerpunkten zählten jüdische Geschichte, Nationalsozialismus, Antisemitismus. Sie leitete das FWF-Forschungsprojekt (Neuer) Antisemitismus und Antiamerikanismus in Frankreich, Großbritannien und Deutschland und ist derzeit Leiterin des Forschungsprojekts Diskurse zum Holocaustgedenken, Juden und Israel unter Muslimen im Kontext von Islamfeindlichkeit (finanziert vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank)
Dr. Hubert Christian Ehalt ist Historiker, Anthropologe und Professor für Sozialgeschichte der Neuzeit an der Universität Wien sowie Wissenschaftsreferent der Stadt Wien und Planer bzw. Koordinator der Wiener Vorlesungen.



