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Full Description
Alexander Sajnovits widmet sich den grundlegenden Fragen des Aktienrechts im deutsch-amerikanischen Vergleich. Er untersucht die Spannung zwischen Satzungsstrenge und Vertragsfreiheit, die rechtliche Eigenständigkeit der Aktiengesellschaft, ihren Zweck jenseits der Gewinnmaximierung, das Organisationsrecht sowie die Rolle der Aktionäre. Dabei geht es nicht nur um rechtstechnische Differenzen, sondern um unterschiedliche rechtliche Paradigmen oder „Denkstile", die sich aus den geistesgeschichtlichen Fundamenten beider Rechtsordnungen speisen. Während im deutschen Recht kollektivistische Vorstellungen prägend sind, steht im US-amerikanischen Recht der individualistische Ansatz im Vordergrund. Diese Ausgangspunkte führen zu unterschiedlichen dogmatischen und praktischen Lösungen im Innen- und Organisationsrecht der Aktiengesellschaft. Der Autor geht auch auf aktuelle Entwicklungen ein, die das Potenzial haben, etablierte Paradigmen infrage zu stellen und eine mögliche Konvergenz der beiden Rechtsordnungen einzuleiten. So entsteht ein differenziertes Bild der Gemeinsamkeiten und Gegensätze, das für die wissenschaftliche Diskussion ebenso wie für die Praxis des Aktienrechts von hoher Relevanz ist.
Contents
Einführung
A. Zwei aktienrechtliche Paradigmen
1. Kapitell: Akeitenrechtliche Paradigmen als Untersuchungsgegenstand
§ 1: Gründe für Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Aktienrechtsordnungen in der
internationalen Corporate Governance-Diskussion
§ 2: Kollektivistisches vs. individualistisches Paradigma
2. Kapitel: Das kollektivistisch-verbandrechtliche Aktienrechtspraradigma in Deutschland
§ 3: Entwicklung des organisationsrechtlichen Normenbestands in Deutschland
§ 4: Vor-paradigmatische Phase im aktienrechtlichen Diskurs des 19. Jahrhunderts
§ 5: Der (korporative) Verband und sein kollektivistisches Fundament: Was bleibt nach mehr als 125
Jahren Verbandsrechtslehre?
3. Kapitel: Das individualistisch-kontraktualistische Aktienrechtsparadigma in den USA
§ 6: Historischer Abriss der Entwicklung des Aktienrechts Delawares
§ 7: Die Debatte über das Wesen der Corporation bis zum Siegeszug des Legal Realism und im Zeitalter
des Managerialism
§ 8: Zur Verfestigung des individualistischen Paradigmas
§ 9: Das Aktienrecht Delawares: Das individualistische Paradigma im geschriebenen Aktienrecht und in
der Rechtsprechung
4. Kapitel: (resultierende) Divergenzen ziwschen dem deutschen und dem USamerikanischenAktienrecht
§ 10: Satzungs- vs. Vertragsgesellschaft
§ 11: Unternehmens- und Gesellschaftsinteresse vs. Shareholder Primacy und Shareholder Value
Maximization
§ 12: Kollektivismus und Individualismus im Innenrecht: Institutionalisierung vs. Individualisierung
§ 13: Zur Rolle der Aktionäre: Mitglied des Kollektivs vs. individueller Investor
§ 14: Generelle Folgerungen für die gegenseitige Rechtsüberahme (Legal Transplants) und die
wechselseitige Fruchtbarmachung bei der Rechtsentwicklung
5. Kapitel: neuere Entwicklungen und Konvergenzlinien: Aktienrecht im ESG-Zeitalter und danach:
§ 15: Markt und Rechtswandel vor, im und zum Ende des ESG-Zeitalter
§ 16: Aktienrechtliche Paradigmen im ESG-Zeitalter und danach
Zusammenfassung in Thesen



