Full Description
Marcel Lerch widmet sich der Systematisierung der verschiedenen Erscheinungsformen gemeinschaftlicher Forderungen. Die gesetzlichen Regelungen zu den Gläubigermehrheiten sind seit Inkrafttreten des BGB im Jahre 1900 unangetastet geblieben und von großer praktischer Bedeutung. Gleichwohl bestehen bis heute erhebliche dogmatische Unsicherheiten. Dies gilt besonders für die Frage, ob sich Mitgläubigerschaft und Bruchteilsgemeinschaft an Forderungen miteinander versöhnen lassen. Die bisherige Diskussion ist geprägt von einer strikten Ergebnisorientierung, zugleich krankt sie an begriffsjuristischer Sklerose. Unter Rückbesinnung auf die hergebrachten Grundsätze zur Auflösung von Normkollisionen wird versucht, das rechtsdogmatische Verhältnis der betreffenden Rechtsinstitute abschließend zu klären.
Contents
Erster Teil: Die Gläubigermehrheiten des allgemeinen Schuldrechts
A. Die Gläubigermehrheiten des allgemeinen Schuldrechts als verbundene Schuldverhältnisse
B. Teilbarkeit und Unteilbarkeit im Sinne der Gläubigermehrheiten des allgemeinen Schuldrechts
C. Die Teilgläubigerschaft
D. Die Gesamtgläubigerschaft
E. Die Mitgläubigerschaft
Zweiter Teil: Bruchteilsgemeinschaft an Forderungen
A. Entstehungsgeschichtlicher Hintergrund
B. Ergebnis
Dritter Teil: Das systematische Verhältnis von § 432 BGB und §§ 741 ff. BGB
A. Überblicksweise Betrachtung des Meinungsstands
B. Vorliegen einer Normkollision
C. Auflösung der Normkollision
D. Die Folgen des systematischen Verhältnisses im Einzelnen
E. Die Einordnung des Und-Kontos in die Bruchteilsgemeinschaft



