Full Description
Erfolgreiche Sachaufklärung ist Voraussetzung für erfolgreiche Zwangsvollstreckung. Bei der Gestaltung des Sachaufklärungsrechts steht jeder Gesetzgeber vor der Herausforderung, die Interessen des Gläubigers und des Schuldners sowie öffentliche Interessen in einen gerechten Ausgleich zu bringen. Eine Analyse des deutschen, französischen und transnationalen Sachaufklärungsrechts - unter besonderer Berücksichtigung seiner historischen Entwicklung - zeigt, dass die Gesetzgeber ausgehend von derselben Interessenlage fundamental verschiedene Sachaufklärungsmodelle entwickeln. Dabei wirken ursprünglich historisch bedingte Unterschiede mangels gesetzgeberischer Entschlossenheit bis heute fort. Innerhalb der Europäischen Union ist unzureichende Sachaufklärung geeignet, die Titelfreizügigkeit negativ zu beeinträchtigen. Wie sollte ein europäischer Sachaufklärungsmechanismus gestaltet sein, der die grenzüberschreitende Zwangsvollstreckung in der Europäischen Union verbessert und damit zur Verwirklichung des europäischen Rechtsraums beiträgt?
Contents
Einleitung
1. Kapitel: Widerstreitende Interessen in der Sachaufklärung
§ 1 Interessen des Gläubigers
§ 2 Interessen des Schuldners
§ 3 Öffentliche Interessen
§ 4 Fazit und Panorama
2. Kapitel: Nationales Sachaufklärungsrecht aus historischer und vergleichender Perspektive
§ 1 Deutsches Recht
§ 2 Französisches Recht
§ 3 Zusammenfassender Vergleich zwischen deutschem und französischem Recht
§ 4 Sachaufklärung im Kontext von Traditionen des Zwangsvollstreckungsrechts
3. Kapitel: Sachaufklärung im transnationalen Recht
§ 1 Bestandsaufnahme
§ 2 Tendenzen: Sachaufklärung zwischen Koordinierung und Harmonisierung
4. Kapitel: Sachaufklärung in der EU - ein Regelungsvorschlag
§ 1 Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit
§ 2 Informeller oder formeller Ansatz
§ 3 Zielvorgabe
§ 4 Optionen für Harmonisierungen
§ 5 Verfahrensgestaltung
§ 6 Kompetenz der EU
§ 7 Résumé und Perspektiven
Schlusszusammenfassung



