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Full Description
Die Bedeutung eines Wortes kann verstehen, wer die Handlungsabsicht erkennt, mit der es geäußert wird. Das "Wort Gottes" ist als menschliche Sprechhandlung zu fassen, welche die menschliche Rede erst ihre Funktion wahrnehmen lässt, Verständigung mit Gott und untereinander herzustellen. Das Gegenübersein im Gebet zu Gott ist dabei keine Vergegenständlichung der beteiligten Personen, sondern im Gegenteil das Bewusstwerden, dass der Betende nicht ohne seinen Adressaten ist. Diese Thesen verfolgt die vorliegende sprechakttheoretische Weiterführung der Theologie Gerhard Ebelings. Sie wird mit Positionen ins Gespräch gebracht, denen zufolge menschliche Rede anders ein Problem für die Rede von Gott darstellt. Zu nennen sind unter anderem Ingolf U. Dalferth, Oswald Bayer und möglichkeitsontologische Metapherntheorien. In der vorliegenden Arbeit reformuliert Philipp Sebastian Gmelin dabei Gerhard Ebelings Doppelstruktur der Gottesbegegnung in Vorstellung und Gespräch sprechhandlungstheoretisch in Anknüpfung an Ludwig Wittgenstein, John R. Searle und Saul Kripke.
Contents
Einführung: Das Problem der Rede von Gott im menschlichen Sprechen
1. Problemexposition
1.1 Ingolf U. Dalferth: Das unabhängige 'Wort Gottes'
1.2 Oswald Bayer: Das Problem des Zusammenhangs von Wort und Geschichte
1.3 Die beiden Grundprobleme: Das gebrauchte, konventionelle und das kopräsente, intentionale Wort
2. Gerhard Ebeling und die These vom Gotteswort als menschliche Sprechhandlung
2.1 Wegweiser für die sprechakttheoretische Anknüpfung - Hinweise auf Ebeling
2.2 Wegweiser für die sprechakttheoretische Anknüpfung - Hinweise und Ansätze bei Ebeling selbst
3. Ebelings Theologie des 'Wortes Gottes' als menschliche Sprechhandlung
3.1 'Wort Gottes' und 'Wort des Menschen' im umfassenden Lebensvollzug
3.2 Referenz, Prädikation und Metapher
3.3 Metapher und Kopräsenz nach John R. Searle
3.4 Der background of meaning bei Searle und das Wort-Sach-Verhältnis bei Ebeling
4. Fragen an und Ausblick auf die Homiletik



