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Description
Was bisher Leben und Bewusstsein, Sprache und Geist genannt wurde, steht in den neuen biomedizinischen, soziokulturellen und kommunikationstechnologischen Verkörperungen zur Disposition. Diese neuen Sozio-Technologien führen zu einer tiefgreifenden anthropologischen Entsicherung, die eine offensive Erneuerung der Selbstbefragung des Menschen als vergesellschaftetes Individuum und als Spezies herausfordert.
Die Frage nach dem spezifisch Menschlichen des Geistes ist drängender denn je. Die Biologie betont die Kontinuität unseres Geistes mit dem Tierreich, während KI-Sprachmodelle sogar seine virtuelle Ersetzbarkeit versprechen. Die philosophische Anthropologie ist herausgefordert, ein nicht-reduktionistisches Verständnis des menschlichen Geistes zu entwickeln, das seiner spezifischen Differenz zum Tier sowie seiner funktionalen Verkörperung gerecht wird.
Zwei Antworten auf diese Herausforderung prägen die Diskussion: Die an Hegel orientierte 'dialektische' Anthropologie und die 'negative' Anthropologie im Anschluss an Plessner. Beide Ansätze teilen Herders Einsicht in die Einheit von Vernunft und menschlicher Lebensform. Ihr zufolge zeichnet den Menschen eine von Grund auf geistige Natur aus, die durch Selbstbezug, Leiblichkeit, Sozialität und Geschichtlichkeit geprägt ist.
Der Band bringt Vertreter beider Ansätze erstmals in einen systematisch angelegten Dialog. Die Beiträge entwickeln die These von der geistigen Natur des Menschen im Rekurs auf Hegel, Plessner, Thompson und Blumenberg sowie in Auseinandersetzung mit aktuellen Debatten des Transformativismus, Enaktivismus, der Kritischen Theorie und philosophischen Anthropologie.
Der Band versammelt systematische Beiträge zur geistigen Natur des Menschen: die Transformation tierischer Fähigkeiten in der menschlichen Lebensform zu einer zweiten Natur, die durch Selbstbezug, Leiblichkeit, Sozialität und Geschichtlichkeit geprägt ist. Ziel ist es, zwei bisher getrennte Diskurse zusammenzuführen: die Ansätze zu einer 'dialektischen' Anthropologie nach G.W.F. Hegel und einer 'negativen' Anthropologie nach Helmuth Plessner.
Die Beiträge entwickeln die These von der geistigen Natur des Menschen im Rekurs auf Hegel, Plessner, Thompson und Blumenberg sowie in Auseinandersetzung mit aktuellen Debatten des Transformativismus, Enaktivismus, der Kritischen Theorie und philosophischen Anthropologie.
Simon Schütz, Universität Kaiserslautern-Landau, Landau, Deutschland.



