Description
Im Spagat zwischen Loyalität zu Moskau und individuellen Autonomiebestrebungen im späten Kalten Krieg: Die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen der beiden wichtigsten westeuropäischen kommunistischen Parteien, PCI (Italien) und PCF (Frankreich), zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) im Zeitraum von 1968 bis 1989/90 stellten bisher ein Desiderat der Forschung dar. Dieses Buch liefert eine systematische Analyse des trilateralen Beziehungsgeflechts zwischen PCI, PCF und SED und trägt damit wesentlich zum besseren Verständnis der Außenpolitik der italienischen, französischen und ostdeutschen Kommunisten zu Zeiten des Eurokommunismus bei. Dabei spielte der Dialog sowohl mit führenden sozialistischen als auch mit konservativen Kräften Europas ebenso eine zentrale Rolle.
Francesco Di Palma, Universität Wien, Österreich. "Die Wiener Habilitationsschrift von Francesco Di Palma erweitert [jedoch] den Blick auf diese spannungsvolle Beziehung zwischen der Moskauer KPdSU und Westeuropas Kommunisten. [...] Di Palmas Studie beruht auf einer beeindruckend breiten Archivrecherche. Während die dargestellte Entwicklung der Parteien selbst vertraut ist, kann er mit vielen Beispielen bisher kaum bekannte Formen der Kooperation und Abgrenzung aufzeigen. Damit bildet sie ein Gegenstück zu Nikolas Dörrs Studie zum bundesdeutschen Umgang mit dem "Eurokommunismus" in Italien." Frank Bösch in: FAZ, 18.04.2022-
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