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Description
Anhand historischer Quellen, die sich dem hermaphroditischen Körper zuwandten, diskutiert diese Studie die Entstehung von Geschlechtlichkeit, die Praktiken der Geschlechtseinschreibung in die Körper und die hiermit korrespondierenden Effekte. Dabei werden naturgeschichtliche, medizinische und juridische Diskurse des 15. bis 19. Jh.s analysiert. Die Hermaphroditen-Beschreibungen des 15. Jh.s, beispielsweise von Paracelsus, erschüttern durch das Fehlen der Definition von Intersexualität über die doppelte Anzahl der Geschlechtsteile, das Fehlen der modernen, wohlbekannten Verbindung von Hermaphrodit und Geschlecht die Vertrautheit unseres Wissens über Hermaphroditen. Solch eine Verbindung taucht erstmals in den Hermaphroditen-Diskursen des beginnenden 17. Jh.s auf. Sie wird in jenen medizinischen Traktaten produziert, die nach der "Wahrheit des Geschlechts" hermaphroditischer Körper fragen. Und genau diese Frage ist es, die den Moment markiert, da im abendländischen Denken das Geschlecht erfunden wurde. Anhand historischer Quellen, die sich dem hermaphroditischen Körper zuwandten, darunter zahlreichen Abbildungen, diskutiert diese Studie die Entstehung von Geschlechtlichkeit, die Praktiken der Geschlechtseinschreibung in die Körper und die hiermit korrespondierenden Effekte. Dabei werden naturgeschichtliche, medizinische und juridische Diskurse des 15. bis 19. Jh.s analysiert. Die Hermaphroditen-Beschreibungen des 15. Jh.s, beispielsweise von Paracelsus, erschüttern durch das Fehlen der Definition von Intersexualität über die doppelte Anzahl der Geschlechtsteile, das Fehlen der modernen, wohlbekannten Verbindung von Hermaphrodit und Geschlecht die Vertrautheit unseres Wissens über Hermaphroditen. Solch eine Verbindung taucht erstmals in den Hermaphroditen-Diskursen des beginnenden 17. Jh.s auf. Sie wird in jenen medizinischen Traktaten produziert, die nach der "Wahrheit des Geschlechts" hermaphroditischer Körper fragen. Und genau diese Frage ist es, die den Moment markiert, da im abendländischen Denken das Geschlecht erfunden wurde. 1;Inhalt;6
2;Danksagung;10
3;Prolog;12
4;I. Exegese der Leiber;32
4.1;1. Von den Geschlechtern und ihren Eigenschaften;32
4.2;2. Die Korrespondenzen: Chiromantia, Physiognomia & Substantia;44
4.3;3. Von den Wundergeburten und Monstern;57
4.4;4. Von den Geschlechtern der Hermaphroditen;75
5;II. Krisenfiguren I;92
5.1;1. Der Fall Marie/Marin le Marcis;92
5.2;2. Columbus Hermaphroditen;102
6;III. Geschlecht als Tableau;112
6.1;1. Aporien der Geschlechterbegriffe;112
6.2;2. Die Taxonomie des Geschlechts;126
6.3;3. Spiele der Wahrheit:29 Die ehelichen Werke und die Impotenz;139
6.4;4. Juridische Diskurse und die Produktion von Devianz:;157
6.5;Traktate über die Hermaphroditin Sempronia;157
6.6;5. Von wahren und falschen Hermaphroditen:;178
6.7;Anna Wilde und Marguerite/Arnaud Malaure;178
7;IV. Krisenfiguren II;199
7.1;1. Die medizinisch-chirurgische Produktion der Frau :;199
7.2;Der ärztliche Blick und die chirurgischen Interventionen;199
7.3;2. Die medizinisch-chirurgische Produktion des Mannes :;220
7.4;Der ärztliche Blick und die chirurgischen Interventionen;220
8;V. Epilog: Entwicklungslehren des Geschlechtssystems &;246
9;Kategorien der Hermaphroditen;246
10;Abbildungsverzeichnis;268
11;Abkürzungsverzeichnis;270
12;Quellenverzeichnis;271
13;Literaturverzeichnis;287
14;Personenverzeichnis;295 Maximilian Schochow (Dr. rer. pol.) arbeitet am Institut für Politikwissenschaft der Universität Leipzig. "Insgesamt besticht Schochows Studie durch eine beeindruckende Quellensammlung und -exegese, die auf eindrückliche Weise die Historizität des Wissens über Geschlecht demonstriert und die sicherlich für die weitere historische Geschlechterforschung von Belang sein wird." Eveline Kilian für: IASL Online, 31.03.2011 "Schochows [...] Arbeit, [lässt] die 'eigene Historiziäten sich artikulieren' [...]" Markus Rackow in: Sexuologie, 17 (2010) 1-2 "[...] die Arbeit von Schochow [sollte] für weitere Untersuchungen herangezogen werden, da sie einige Ideen und Leseweisen, teilweise ausführlich mit Beispielen unterlegt, in die Diskussion bringt und so unbedingt Anregungen für nachfolgende Forschungsarbeit bietet." Heinz-Jürgen Voß in: querelles-net, 11 (2010) 1 "Schochows Werk [stellt] eine herausragende Bereicherung der Forschung dar. Zumeist vereint er die positiven Errungenschaften von biowissenschaftlicher und geisteswissenschaftlicher Wissenschaftsgeschichte und ermöglicht so neue Erkenntnisse für beide Teile des 'hermaphroditischen' Wissenschaftskörpers." Florian Mildenberger in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 57 (2009) 12



