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Description
(Short description)
Sinnlich-experimentell-forschendes Vorgehen als Grundlage für die bildende Erfahrung und die Erweiterung des gestalterischen Denkens: Willy Guhls Entwurfspraxis
(Text)
Willy Guhl (1915-2004), einer der wichtigsten Schweizer Designer der Nachkriegszeit, gilt als Pionier des modernen, neofunktionalistischen Industriedesigns. Sein Eternit- Strandstuhl oder der Blumenkasten aus demselben Material sind Ikonen der Schweizer Designgeschichte. Den Scobalit-Stuhl hat Guhl 1951 als Europas erste Kunststoffschale entworfen, zeitgleich mit Charles Eames' Plastic Chair. 1941-1980 hat Guhl sein Wissen und Können auch als Lehrer an der damaligen Kunstgewerbeschule Zürich (heute Zürcher Hochschule der Künste ZHdK) an seine Schüler:innen weitergegeben, darunter Robert Haussmann, Kurt Thut, Verena Huber und Andreas Christen.
Willy Guhl folgte einer besonderen gestalterischen Haltung, die aus einer an die Sinne und den Körper, auch den eigenen, gebundenen, experimentell-forschenden Vorgehensweise hervorgeht und deren Grundprinzip ein stufenweiser Entwurfsprozess ist. Basierend auf Guhls nahezu vollständig erhaltenem, aber noch unerschlossenemund unbearbeitetem Nachlass rekonstruiert Katrin Stowasser in diesem Buch seine besondere Arbeitsweise. Die damit einhergehende gestalterische Haltung wird anhand ausgewählter Beispiele aus Guhls Gesamtwerk veranschaulicht.
(Author portrait)
Katrin Stowasser ist promovierte Kulturwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin sowie Forschungsmanagerin. Seit 2023 leitet sie den Bereich Transfer am Zurich Centre for Creative Economies (ZCCE) der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK.



