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Description
- Frankreich als Kolonialmacht hat viele Spuren in Vietnam hinterlassen: in der Sprache, der Nahrung, aber auch in vielen Gegenständen- Dieses Buch zeigt, wie diese Produkte und Materialien von der vietnamesischen Gesellschaft angeeignet und zu heute authentischen Objekten Vietnams wurden- #6 der Reihe Visuelle Archive, in Kooperation mit ECALCà phê (Kaffee), cà phê phin (Kaffeefilter), atisô (Artischocke), xi nê ma (Kino), cang tin (Kantine), xi-mang (Zement), gh tô nê (Thonet-Stuhl), sofa thùng (Kastensofa): In der vietnamesischen Sprache tragen viele Wörter und Alltagsgegenstände den Stempel ihres französischen Ursprungs.Das Forschungsprojekt Objets vietnamiens analysiert - mittels Kulturanthropologie, Epistemologie des vietnamesischen Designs und der Soziologie von Objekten - die Produktion von Gegenständen in Vietnam im Lichte der französischen Kolonisierung und Dekolonisierung.Anhand von Reportagen, Interviews und Recherchen in verschiedenen Archivsammlungen zeigt dieses Buch die Mechanismen auf, durch die Objekte, Lebensmittel, Materialien und Know-how in Vietnam integriert wurden, bis sie heute authentische vietnamesische Merkmale aufweisen.Quang Vinh Nguyen und Émelie Laystary werfen einen dekolonialen und kritischen Blick durch das Prisma des Designs und der angewandten Kunst auf die Kreativität und Anpassungsfähigkeit eines Landes, dem es gelungen ist, sich die Techniken einer dominanten Macht anzueignen. Das Ergebnis der Forschungsarbeit wird so auch zu einem Archiv der Gegenwart und gibt Einblick in den Alltag Vietnams damals und heute. Quang Vinh Nguyen ist ein Produktdesigner aus Lausanne.Nach seinem Abschluss an der ECAL ging er nach Hongkong, wo er neben der Arbeit an persönlichen Projekten unterrichtete. Im Jahr 2019 arbeitete er im Rahmen einer TaDA-Residency (Textil- und Designallianz) an einem Projekt mit der Ostschweizer Textilindustrie zusammen. Derzeit ist er an der ECAL als Forscher tätig und isteng mit der Designszene in Vietnam verbunden. Émilie Laystary ist Gesellschaftsjournalistin. Sie schreibt für die Libération und moderiert den Podcast Bouffons (Studio Nouvelles Écoutes), der unsere Lebensweise aus derPerspektive der Ernährung betrachtet. 2022 veröffentlichte sie ihr erstes Buch, Petit Traité de la bouffe, eine Einführung in die Lebensmittelkunde. Sie unterrichtet ausserdem einen Schreibkurs an der Universität Paris-Nanterre und ein Seminar zu sozialen Fragen im Rahmen des Masterstudiengangs «Boire, Manger, Vivre» an der Hochschule Sciences po Lille.



