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Description
Der Rosenkranz wurde während der Reformation weiterhin von Lutheranern benutzt. Das zeigen Porträts aus dem 16. Jahrhundert. Die Gebetsketten sind außerdem mit wohlriechenden Anhängern versehen. Dies bezeugt, dass der Geruchssinn für Protestanten immer noch ein wichtiger Teil der Gebetspraxis war.
Heutzutage ruft der Rosenkranz Assoziationen mit dem römisch-katholischen Glauben auf und wird generell von Protestanten abgelehnt. Der Band zeigt hingegen, dass die christliche Gebetskette im 16. Jahrhundert keineswegs konfessionsspezifisch war. Katholiken ließen sich genauso mit den Gebetszählgeräten in den Händen darstellen wie prominente Mitglieder der lutherischen Konfession. Eine Besonderheit der 'lutherischen Rosenkränze' ist der duftende Bisamapfel, der der Mehrheit dieser Objekte als Anhänger hinzugefügt wurde. Damit wird deutlich, dass das Luthertum nicht als eine entsinnlichte Konfession zu sehen ist. Die olfaktorischen Schmuckstücke verdeutlichen besonders, wie wichtig der aus dem späten Mittelalter herrührende Bezug zwischen göttlicher Präsenz und süßem Geruch war.
Sensorische Reihen und religiöse Bilder als Gebetsstimulus - Die Sinne als Teil des Gebets - Konfessionelle Markierung im Bild - Darstellung von Fruchtbarkeit/Frömmigkeit/Alter - Gebetskette als Medium lutherischer Markierung - Cranachs Luther - Porträtmaler Bartholomäus Bruyn d.Ä. und Ludger tom Ring d.J.
Luisa Coscarelli-Larkin studierte Kunst- und Bildgeschichte in Berlin und History of Design am Londoner Royal College of Art und Victoria and Albert Museum. Nach einem Forschungsaufenthalt am Wadsworth Atheneum Museum of Art in Hartford, Connecticut war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hamburg, wo auch ihre Promotion erfolgte.



