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Description
Der Roman verfolgt das Leben seines Protagonisten von den Fünfziger-Jahren bis zum faschistoider werdenden Umbruch in den Zweitausendzehner-Jahren. Es handelt sich um eine chronologische Abfolge prägender Epochen aus den Lebensflüssen des Protagonisten inmitten unterschiedlichster sozialer Milieus. Die biografische Spur ist durchzogen von problematischen Handlungsgeweben, von Verzweiflung und Verirrung, aber gleichzeitig von immer wiederkehrendem Aufrichten, Stabilisierung in Normalbahnen und Produktivität.
Prägend für das gesamte Buch und sein Figurenensemble sind die emotional problematischen Lagen der handelnden Personen zueinander. Selbst- und Fremdbetrug sind allgegenwärtig, die Milieuskizzen bezeichnend, das Glück ein flüchtiges.
"Seit seiner Pensionierung und Übersiedlung war die Telefonnummer meines Vaters aus dem amtlichen Telefonbuch verschwunden. Anfangs verlangten des Öfteren Menschen unter meiner Festnetznummer nach ihm, dem Arzt. Das war noch in meiner alten Wohnung, als das Verhältnis zwischen Vater und mir schon jahrelang zerbrochen war. Diese Anwahlen hörten nach Monaten auf. Jedoch erreichten mich mit längeren Zeitabständen Anrufe ganz anderer Art. ..."
Thomas Northoff, geboren 1947 in Wien, Autor und Kulturwissenschaftler mit zahlreichen literarischen und wissenschaftlichen Publikationen. Von der Prosa wandte sich der Autor um 1990 lyrischen Formen zu und entwickelte seine literarische Verdichtungsmethode, um damit völlig unpoetische menschliche Konstellationen auszureizen. Während der letzten Jahre wieder mehrere Prosa-Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. Bücher (Auswahl): Stets ein leichtes Hungergefühl (Ver. Hannibal, 1981), Die Ohnmacht vor dem Ganzen der Welt (Ed. Das Fröhliche Wohnzimmer, Wien 1992), Die Sprache an den Wänden (Verl. Löcker, Wien 2005), Lust.IG Verlieren (herbstpresse, Wien 2005), Nein Eleven (Ed. Art Science, 2015), Krank (Ed. Art Science, 2017).



