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Description
1925 übersiedelte die internationale Künstler:innenkolonie ausHellerau bei Dresden ins Alte Schloss in Laxenburg bei Wien -Christine Baer-Frissell und Karl M. Baer, Emmy Ferand und ErnstFerand sowie Valeria Kratina und Rosalia Chladek. Sie hatten dasZiel, die rhythmisch-musikalische Bildung, wie sie vor dem ErstenWeltkrieg europaweit vom in Wien geborenen Musiker und Rhythmus-Apologeten Émile Jaques-Dalcroze populär gemacht worden war,zu erneuern. Nicht die Musik sollte die körperlich-künstlerischeBewegung regeln, sondern die gestalterische individuelle Kraftdes Einzelnen. Die dreijährige Tanzausbildung verband dietanzbezogenen Hauptfächer mit interdisziplinären Seminaren,vermittelt von spannenden Kräften wie Lilli Roubiczek, Oskar Strnad,Egon Wellesz u. a. Hellerau-Laxenburg zog Interessierte aus allerWelt an, darunter auch Samuel Beckett. Die NS-Diktatur schloss dasprivate Unternehmen 1939. Zahlreiche jüdische Studierende undLehrende wurden Opfer des Nationalsozialismus. Andrea Amort ist Tanzkritikerin,Dramaturgin, Kuratorin und Sachbuchautorin.Zuletzt ist sie u. a. mitden Publikationen Alles tanzt.Kosmos Wiener Tanzmoderne (2019)und Erika Gangl und der Neue Tanz(2024) hervorgetreten.



