Description
(Text)
Ein großes Tier im kleinen GartenEndlich so richtig Frühling! Das Grün der Bäume und Gräser blendete mich fast, und die Farbtupfer in der Wiese, Tulpen genannt, erfreuten meine Augen. Im Nachbarhaus zog ein Pferdebesitzer ein. Unser Dachboden war voller Stroh, das war die Ernte der Bauern, die vor uns auf dem Bauernhof gewohnt hatten. Wir boten unserem neuen Nachbarn das Stroh zum Einstreuen für seine Ställe an. Schon am nächsten Morgen stand ein großer Leiterwagen, gezogen von einem noch viel größeren Pferd, vor unserem Tor. Langsam und bedächtig zog das riesige Tier den Wagen durch unseren kleinen Garten, bis es mitten in meinen geliebten Farbtupfern, Tulpen genannt, stehen blieb. Ich fragte meinen neuen Nachbarn: "Fressen denn Pferde auch Blumen?" Er antwortete beruhigend: "Aber nein! Pferde fressen nur was ihnen schmeckt, und das ist Gras." Da standen wir nun staunend vor diesem großen Tier in meinem kleinen Garten, während der neue Nachbar das Stroh in den Leiterwagen auflud. Und tatsächlich sank das mächtige Haupt des Pferdes in die saftige Wiese und zupfte an den Grashalmen. Dann schwenkte es sein weiches Maul in die Farbtupfer, Tulpen genannt, und fraß sie alle auf.
(Extract)
Ein großes Tier im kleinen Garten.
Endlich so richtig Frühling!
Das Grün der Bäume und Gräser blendete mich fast, und auch die Farbtupfer in der Wiese, Blumen genannt, erfreuten meine Augen. Im Nachbarhaus zog ein Pferdebesitzer ein. Unser Dachboden war voller Stroh und Heu, das war die Ernte der Bauern, die vor uns auf dem Bauernhof gewohnt hatten.
Wir boten unserem neuen Nachbarn das Stroh zum Einstreuen für seine Ställe an. Schon am nächsten Morgen stand ein großer Leiterwagen gezogen von einem noch viel größeren Pferd vor unserem Tor. Langsam und bedächtig zog das riesige Tier den Wagen durch unseren kleinen Garten, bis es mitten in meinen geliebten Farbtupfern, Tulpen genannt, stehenblieb. Ich fragte meinen neuen Nachbarn: 'Fressen denn Pferde auch Blumen?' Er antwortete beruhigend: 'Aber nein! Pferde fressen nur was ihnen schmeckt und das ist Gras.' Da standen wir nun staunend vor diesem großen Tier in meinem kleinen Garten, während der neue Nachbar das Heu in den Leiterwagen auflud. Und tatsächlich sank das mächtige Haupt des Pferdes in die saftige Wiese und zupfte an den Grashalmen, dann schwenkte es sein weiches Maul in die Farbtupfer, Tulpen genannt und fraß sie alle auf.
(Author portrait)
Wallenta, AndyAndy Wallenta: geboren 1961 in Wien1976 Modeschule der Stadt Wien, Hetzendorf1981-1991 Freelancer für Grafikdesign und Illustration in int. Werbeagenturen1985 bildende Künstlerin (Malerei)2008 Mitglied bei IG bildende Kunst WienLebt und arbeitet in Niederösterreich.



