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Description
68 zumeist kurze Stücke, die dem Gesangssolisten viele gestalterische Freiheiten lassen. Enthält "Kunst des Küssens", eines von Hammerschmidts populärsten Werken! Andreas Hammerschmidt (1611-1675), jahrzehntelang als Organist an St. Johannis in Zittau tätig, gehört zu den produktivsten und populärsten Komponisten des 17. Jahrhunderts.Seine Werke - geistliche Chor- und Ensemblemusik, aber auch Kammermusik, Lieder und Tänze - erschienen oft in mehreren Auflagen, denen renommierte Zeitgenossen - darunter der Dresdner Hofkapellmeister Heinrich Schütz und der Hamburger Dichter Johann Rist - rühmende Worte voranstellten.Vornehmlich aufgrund der Fülle - nachzuweisen sind mehr als 700 Kompositionen - ist Hammerschmidts OEuvre erst ansatzweise erschlossen. Mit einer Edition, die von Michael Heinemann und Konstanze Kremtz, ehemals bzw. aktuell tätig an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, und Sven Rössel, dem aus Zittau stammenden ehemaligen Direktor der Kreismusikschule Dreiländereck, betreut wird, soll nun erstmals eine Gesamtschau dieses Werks geboten werden.Nur scheinbar sind Andreas Hammerschmidts Oden Nebenwerke in einem OEuvre, das von der geistlichen Musik dominiert wird. Der Umfang der oft nur kurzen Lieder und Gesänge, die der Zittauer Organist in drei vergleichsweise schmalen Bänden vorlegte und die hier im Rahmen der Gesamtausgabe in einem Band zusammengefasst sind, täuscht darüber hinweg, dass gerade in diesem Genre seine Teilhabe am künstlerischen Diskurs der Zeit besonders groß war. Deutlich zeigt sich hier Hammerschmidts intime Kenntnis der neueren und neuesten Veröffentlichungen der deutschen Literatur. Vergleicht man die Publikationsdaten der Werke von Paul Fleming, Justus Georg Schottel oder Ernst Christoph Homburg mit denen seiner Kompositionen, so ist leicht erkennbar, wie schnell er auf die literarischen Vorlagen reagierte. Hammerschmidt war der erste, der Gedichte Flemings vertonte.Das Ergebnis seiner Entwicklung liedhafter Melodik forderte nicht mehr eine Gruppe von Sängern, sondern einen Solisten. Dieser wiederum erhielt einen Notentext, der ihm viele Optionen ließ. Agogik oder Dynamik sind in den seltensten Fällen verbindlich vorgeschrieben, so dass gerade bei der Gestaltung strophisch angelegter Lieder eine erfolgreiche, wirkungsvolle Performanz dem Sänger zahlreiche Freiheiten nicht nur erlaubte, sondern wohl auch abverlangte. So verwundert es vielleicht auch nicht, dass Nr. 13 aus dem ersten Oden-Band, "Nirgend hin als auff den Mund" (auch bekannt als "Kunst des Küssens"), zu Hammerschmidts populärsten Werken zählt. Und die Affinität zum Tanz, durch die Ergänzung "Sarabande" bei etlichen Stücken unmittelbar ersichtlich, eröffnet auch die Möglichkeit einer rein instrumentalen Ausführung, im Wechsel mit den gesungenen Strophen. Inhalt:Vorwort zur GesamtausgabeEinführungNotenI Erster Theil Weltlicher Oden Oder Liebes-Gesänge1 Tugend ist mein Leben2 Beydes Amor und die Zeit3 Kom Schönste las uns eilen4 Sylvia die bleibt mein Leben5 Gleich wie man sicht, des Mondens Liecht6 Ein getrewes Hertze wissen7 Ey wolan so hab ich doch8 Lucidor der lag betrübet9 O wie wol dem, so bezwinget10 O Leßbia, du Hirten Lust11 Wie soll das Hertze mein12 Cupido blinder Gott13 Nirgend hin als auff den Mund14 Bascha wiltu mich nu lieba15 Gorga mustu denn och klinsaln16 Will sie nicht so mag sies lassen17 Frew Dich sehr o mein Sylvano18 Was ist doch der Menschen LebenII Ander Theil Weltlicher Oden Oder Liebes-Gesänge1 Wie daß doch der Menschen Leben2 Die Sonn hat sich verkrochen3 Wie soll der Liebesstrick4 Melancholey die du mit mir5 Das Glück braucht mich wie einen Ball6 Jetzt blicken durch des Himmels Saal7 Rühmet all ihr Rühmer rühmet8 Ach ich armes Mägdlein klage9 Ich lieb an allen Ort und Enden10 Du schöne Tyndaris11 So hab ich die Liebste vor andern12 Schönste lass Dich küssen13 Kätla dene Härla14 Liebste die dus warlich bist15 Las sich nun dein Hertzleid stillen16 Wolte sie nur wie sie solte17 Geht ihr meine Thränen geht18 Las es seyn mein Sinn und schweige19 Frewde Phoebus flicht den Krantz20 Sorgen eh man kriegt die BrautIII Dritter Theil Geist- und Weltlicher Oden und Madrigalien1 Alles ist mir Gott allein2 Grosse Kunst mit Klugheit schweigen3 Schönheit du kanst zwar wol binden4 Lesbia Hirtenlust5 Ob wir schon alle, die wir leben6 Chloris weil ihr seyd von Flandern7 Daß bey diesen letzten Zeiten8 Wann zwey Hertze hertzen9 Wolan es muß doch seyn10 Weil der Phoebus uns wil meiden11 Liebeste kom geschwind12 Eine hab ich mir erwehlet13 Glückselig Rosilis mag ich mich14 Welt wil was ihr gefällt15 Sich mit vielen Sorgen schlagen16 Weg Venus weg17 Tugend ist und bleibt mein Leben18 Ich lobe meiner Tugend Pracht19 O Ewigkeit20 Tugend ist die ich stets wil lieben21 Was ist doch besser als die Nacht22 Güldner Fried uns nur ergetzet23 Tugend ist der beste Freund24 Weißheit ist der höchste Schatz25 Auff, auff mein Hertz26 Wer will nach Ehr und Tugend streben27 Die Blasen in Eile verzischen28 Menschen freundschafft, Menschen lieben29 Was ist doch der Menschen Leben30 So hab ich die Liebste vor andernKritischer BerichtAbbildungsnachweisImpressum



