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Description
Rücksichtslos gehe die Industrie gegen die Schönheit der Landschaft vor, klagten Naturschützer Ende der 1920er Jahre in einem offenen Brief an Berlins Oberbürgermeister Gustav Böß. Durch den zivilgesellschaftlichen Druck entstand ein Amt, das bis heute existiert: der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege. Dieses Buch verfolgt die Spur der Landesbeauftragten und das Handeln der Stadtverwaltung seit 1927 - durch den Nationalsozialismus, die Jahrzehnte der Stadtspaltung und die Wiedervereinigung bis in die Gegenwart. Auf Basis historischer Quellen und Interviews mit ehemaligen Landesbeauftragten und AkteurInnen aus der Verwaltung zeigt der Historiker Nils Franke, wie Naturschutz in Berlin vom Randthema zum zentralen Anliegen der Landespolitik wurde - und ein Standortvorteil im Klimawandel, um den andere Städte die Spreestadt beneiden. Dr. Nils Franke ist ein bekannter Umwelthistoriker. Er lehrt als Privatdozent an der Universität Leipzig und leitet das Wissenschaftliche Büro Leipzig. Unter anderem verfasste er die Geschichte des Naturschutzes in Rheinland-Pfalz und Hessen. Ehrenamtlich engagiert er sich in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Oswiecim der Gedenkstätte Auschwitz. Unabhängig, fachkundig und dem Schutz der Natur verpflichtet: Die Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege berät Politik und Verwaltung und gibt Impulse, Biodiversität zu bewahren und in das wachsende Berlin zu integrieren.



