Ein Sizilianer von festen Prinzipien : Essayistische Erzählungen (Edition Converso) (1. Auflage)

個数:

Ein Sizilianer von festen Prinzipien : Essayistische Erzählungen (Edition Converso) (1. Auflage)

  • 在庫がございません。海外の書籍取次会社を通じて出版社等からお取り寄せいたします。
    通常6~9週間ほどで発送の見込みですが、商品によってはさらに時間がかかることもございます。
    重要ご説明事項
    1. 納期遅延や、ご入手不能となる場合がございます。
    2. 複数冊ご注文の場合は、ご注文数量が揃ってからまとめて発送いたします。
    3. 美品のご指定は承りかねます。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて
  • 【入荷遅延について】
    世界情勢の影響により、海外からお取り寄せとなる洋書・洋古書の入荷が、表示している標準的な納期よりも遅延する場合がございます。
    おそれいりますが、あらかじめご了承くださいますようお願い申し上げます。
  • ◆画像の表紙や帯等は実物とは異なる場合があります。
  • ◆ウェブストアでの洋書販売価格は、弊社店舗等での販売価格とは異なります。
    また、洋書販売価格は、ご注文確定時点での日本円価格となります。
    ご注文確定後に、同じ洋書の販売価格が変動しても、それは反映されません。
  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783981976397

Description

EIN SIZILIANER VON FESTEN PRINZIPIEN

darin zum ersten Mal auf Deutsch »Tod des Inquisitors« und »Der Mann mit der Sturmmaske« (Ü Monika Lustig, unter Verwendung einer Übersetzung von Michael Kraus), mit einem ausführlichen biographischen Essay von Maike Albath und einer kurzen Abhandlung über die Ironie von Santo Piazzese.

Für Leonardo Sciascia (1921 Racalmuto - 1989 Palermo) ist Sizilien Metapher der Welt; hier hat er das Handwerk seiner radikalen, umfassenden Kritik aller Machtgeflechte erlernt. Hier erkennt er, ein unbeugsamer Kopf, die berühmte Palmenlinie mit ihrer immer rasanteren Ausbreitung gen Norden: sieht die moralische Verpflichtung der Literatur gegenüber der immer mafiöser werdenden Realität.

In der literarischen Fallbeschreibung »Tod des Inquisitors« - Sciascias Lieblingswerk - ist der Schauplatz ins 17. Jahrhundert verlegt, das Thema Menschenwürde und Freiheit jedoch heutiger denn je; es ist ein nicht-vollendetes Werk, das Sciascia gerne zu Ende geschrieben hätte. Er vermacht es uns, den Nachfahren, als ein Instrument kritischen Denkens. Sein Held Fra Diego La Matina, ein freidenkender, von sozialen Idealen mit Ansteckungspotential beseelter Geistlicher hat mit den eisernen Handschellen seinen Peiniger, den Inquisitor Juan López de Cisneros getötet.

In »Der Mann mit der Sturmmaske« zeichnet Sciascia von einem wahren Fall vermeintlicher Reue ausgehend die perfide, grausame Logik des Folterregimes unter Pinochet nach, die ein unauslöschliches Abbild des Terrors, des Terrors der Denunziation ohne Gesicht, geschaffen hat.

Einige Lebensetappen des großen Leonardo Sciascia

Leonardo Sciascia kam am 8. Januar 1921 zur Welt: in Racalmuto, zwischen Agrigent (Girgenti) und Caltanisetta, inmitten der Schwefelgrubenwelt. Der Vater Pasquale war in die USA ausgewandert, diente freiwillig in der Army, blieb über diese seine Zeit wortkarg und verschlossen sein Leben lang; allenfalls verschaffte er sich in cholerischen Anfällen Luft oder in einem diktatorischen Familienregime, zu dem die 1919 geehelichte Genoveffa Martorelli gehörte und ab 1923 der Bruder Giuseppe, nach dessen Geburt Leonardo ins Haus der Tanten verbracht wird. Der Bruder, in die Fußstapfen des Schwefelgrubenverwaltervaters gezwungen, nimmt sich 1948 das Leben. Leonardo spricht kaum je darüber, zu schwer die Last. Neben der Grundschule las Leonardo schon früh gewichtige Werke, es war die Zeit, da Bücher noch als Lebensmittel verstanden wurden, von Die Brautleute über Casanovas Memoiren bis Stendhal.

Mit 14 zog er zusammen mit der Familie nach Caltanisetta, wo er ein istituto magistrale, Schule zur Grundschullehrerausbildung besuchte; dort unterrichtete auch Vitaliano Brancati, Romanschriftsteller und Dramaturg aus Pachino, neue Lektüren für Leonardo waren Caldwell, Hemingway, Dos Passos, Faulkner. 1941 tritt er einen Job als Verwalter eines Getreidelagers an, schreibt sich an der Pädagogischen Hochschule in Messina ein; verlässt sie vorzeitig. 1944 - ist der 2. WK. mit der Landung der Alliierten in Sizilien zu Ende; seine ersten Zeitungsartikel erscheinen. Im Juli heiratet er, gerade 23-jährig, Maria Andronico, im Jahr darauf kommt Laura, 1946 dann Anna Maria zur Welt.

1949 - tritt er in Racalmuto seine Stelle als Grundschullehrer an, gründet mit dem Verleger und Buchhändler Salvatore Sciascia, Caltanisetta, die Zeitschrift "Galleria"; aus seinen Notizen eines Grundschullehrers entstehen die Parrocchie di Regalpetra (1956) (dt. mehrere Titel): das sehr berührende Erinnerungspanorama seiner Heimatstadt, die fiktive Realität eines sehr authentischen Siziliens, ein J'accuse des faschistischen Ventennios, der anschließenden Demokratie in all ihrer Unreife und Unehrlichkeit, der Condition humaine nach vollständiger Aushöhlung von Moralität und Gewissen. Verhalten und mächtig zugleich Sciascias Erzählen holt er die schreckliche Wirklichkeit der Salzbauern und Schwefelgrubenarbeiter ans Licht, deren Arbeit, die einzig mögliche, zugleich ihr Todesurteil darstellt; die Schulkinder, in deren Gesichter die Qualen der Väter und die totale Aussichtslosigkeit auf eine wirkliche Zukunft gezeichnet sind.

Die zweite Ausgabe erschien 1967 zeitgleich mit dem hier und heute von uns ins Deutsche übersetzten Werk Tod des Inquisitors (1964): die historische Studie eines sogenannten Häretikers, seines idealen Mitbürgers aus Racalmuto, der 1658 den spanischen Inquisitor tötete, just als der ihn in der Folterkammer aufsuchte, und zwar mit seinen eisernen Handschellen (spätere Quellen sprechen von einem Foltereisen): sein Held Diego la Matina, der nach weiteren Folterungen in einem volksfestartigen Autodafé im Jahr auf dem Scheiterhaufen landet, bis zum Ende die Würde des Menschen hochhält, niemals einer nicht ausgewiesenen häretischen Schuld -nichts weiter als ein Menschlichsein, ein Sozialsein - abschwört, vor Gott, gegen Gott argumentiert und diesen als ungerecht bezeichnet.

Auf diesen idealen Mitbürger war Sciascia bei den Recherchen zu seinem von vielen als sein bestes bezeichneten Werk gestoßen - das Ägyptische Konzil (1963), bekannt auch als Der arabische Betrug.

Sciascias Werk umfasst viele tausend Seiten. Der erste ins Deutsche übersetzte (Kriminal-) Roman war


最近チェックした商品