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Description
(Text)
Nach diversen Ausrufungen eines Zeitalters des 'Postheroismus' scheint antikes Heldentum doppelt irrelevant geworden zu sein: zum einen wegen der zunehmenden Fragwürdigkeit von Heldentum allgemein, zum anderen wegen der historischen Distanz der Antike. Dieser Band zeigt demgegenüber die kontinuierliche Relevanz antiken Heldentums aus rezeptionsgeschichtlicher Perspektive, indem er sich auf die Moderne vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart konzentriert. Die Beiträge widmen sich der vielfältigen Aufnahme und Adaption antiken Heldentums in literarischen Verarbeitungen von Nachkriegserfahrungen (napoleonische Kriege, deutscher Kolonialismus, Zweiter Weltkrieg), in totalitären politischen Systemen des 20. Jahrhunderts, in der schulischen Vermittlung, in gesellschaftspolitischen Themen wie race und gender sowie in poetologisch-epistemologischen literarischen Entwürfen.
(Author portrait)
Tilg, Stefan
Stefan Tilg ist Professor für Klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der antiken Erzählliteratur, der neulateinischen Literatur und der Rezeptionsgeschichte.
Novokhatko, Anna
Anna Novokhatko ist Professorin für Klassische Philologie an der Aristoteles-Universität Thessaloniki. Ihre Spezialgebiete umfassen Geschichte und Terminologie der antiken Philologie, Textkritik, die alte griechische Komödie, griechische und römische Metapherntheorien und Digital Humanities im Bereich der Altertumswissenschaften.
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