Der blaue Koffer : Ein Werdegang. Aus dem Nachlaß herausgegeben. Nachwort von Alban Nikolai Herbst

個数:
  • ポイントキャンペーン

Der blaue Koffer : Ein Werdegang. Aus dem Nachlaß herausgegeben. Nachwort von Alban Nikolai Herbst

  • ウェブストア価格 ¥8,465(本体¥7,696)
  • Arco, Wuppertal(2022/12発売)
  • 外貨定価 EUR 32.00
  • 【ウェブストア限定】洋書・洋古書ポイント5倍対象商品(~2/28)
  • ポイント 380pt
  • 在庫がございません。海外の書籍取次会社を通じて出版社等からお取り寄せいたします。
    通常6~9週間ほどで発送の見込みですが、商品によってはさらに時間がかかることもございます。
    重要ご説明事項
    1. 納期遅延や、ご入手不能となる場合がございます。
    2. 複数冊ご注文の場合は、ご注文数量が揃ってからまとめて発送いたします。
    3. 美品のご指定は承りかねます。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて
  • 【入荷遅延について】
    世界情勢の影響により、海外からお取り寄せとなる洋書・洋古書の入荷が、表示している標準的な納期よりも遅延する場合がございます。
    おそれいりますが、あらかじめご了承くださいますようお願い申し上げます。
  • ◆画像の表紙や帯等は実物とは異なる場合があります。
  • ◆ウェブストアでの洋書販売価格は、弊社店舗等での販売価格とは異なります。
    また、洋書販売価格は、ご注文確定時点での日本円価格となります。
    ご注文確定後に、同じ洋書の販売価格が変動しても、それは反映されません。
  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783965870420

Description

Was Gerd-Peter Eigner mit Der blaue Koffer als Vermächtnis hinterlassen hat, liest sich wie ein autobiographischer Roman. Es geht um das Werden eines Vertriebenenkinds - dessen Vater in den letzten Kriegstagen umgebracht wurde - zum Mann und Schriftsteller. Ein grandioses Zeitpanorama. »Gerd-Peter Eigners nachgelassener Roman Der Blaue Koffer«, so bemerkt es der Freund und Autor Alban Nikolai Herbst in seinem Nachwort, »endet, wo sein fiktives Werk beginnt. Die Gattung ließe sich, deshalb auch der Untertitel Ein Werdegang, 'Entwicklungsroman' nennen, wäre er nicht derart nah an des Autors tatsächlichem Leben geschrieben ...« Und was für ein Leben. Und was für ein epochaler Text, der verdiente unter die großen Beschreibungen einer ganzen Ära gereiht zu werden - neben Uwe Johnson, Walter Kempowski und die wenigen anderen. Ein unverhofftes Geschenk eines Unangepaßten an die deutsche Literatur. Die Epoche, das sind die gar sehr bewegten bundesdeutschen Jahre von 1945 bis 1976. Der Schauplatz ist norddeutsch, Wilhelmshaven: Hafen, Bunker, Besatzungssoldaten, Kneipen. Die Schönheiten in der Tristesse, die geheimen Verstecke, die Nähe und Weite der See. Hier ist die Heimat des Jungen, um den sich alles dreht. Und ist es doch nicht, denn er ist heimatvertrieben. Er ist um den Vater gebracht, und eines Tages kommt diese Geschichte ans Licht, als das Fragen nach dem, der ihm fehlt, immer bohrender wird. So holt die dramatische Fluchtgeschichte aus Schlesien die Mutter wieder ein, die sich entscheidet, ihre innere Not nicht länger nur für sich zu behalten, sondern zu teilen. Dem werdenden Mann den ermordeten Vater wiederzugeben im Gedenken. Der da um sie lebt, Walter, ist nur »Onkel«, hat den Platz des toten Vaters eingenommen. Mit der Mutter gemeinsam richtet der Mann sich ein, eine versehrte Erwachsenengeneration im Käfig enger Moral, nur unter Alkohol zotig und enthemmt. Wie anders das, was der Junge mit Mädchen entdeckt, noch zaghaft, überrascht, überrumpelt. Mit pochenden Herzen und ersten Küssen. Dem Zuhause entwächst der Junge, fehl am Platze, wie auch in der Schule. Anderswo findet er neue Freunde und entdeckt erst das Turmspringen und Boxen, dann die Geige und den Jazz. Und das Theater und dort Freunde, die auf mehr aus sind, als nur die neuen Stücke mit ihm zu teilen. Bald durchstreift er die Reeperbahn, und seine Blue Jeans aus St. Pauli werden in Wilhelmshaven zum Skandal. Aber hier begegnet er ersten Autoren: Hans Henny Jahnn, Uwe Johnson, der schnell verschmähte Böll lesen vor Ort, Dostojewski, Hemingway trifft er in ihren Büchern. Als er per Anhalter Frankreich kennenlernt und eine Französin, ist bald kein Halten mehr. Er wagt den Aufstand, pfeift auf die Schule, taucht ab ins Paris des Algerienkriegs - und kommt als Mann zurück in ein Deutschland, dem er entwachsen ist. Findet kurz in einen kuriosen Beruf und türmt nach Afrika. Am Weltgeschehen nimmt er wach teil seit Stalins Tod, ihn bewegendie Kubanische Revolution, der Tag, an dem Floyd Patterson k.o. ging, die Nacht in der er mit Richard Wright in einer Pariser Bar Kennedys Wahlsieg bejubelt, erste Schritte in den Weltraum und neue Antisemiten. Mehr und mehr verbinden sich die Chronik der Ereignisse und das eigne Erleben. Erzählt wird in alledem das eigentlich Entscheidende: das Werden des Mannes - und des jungen Schriftstellers. Die vielen Briefe über Literatur mit seinen engsten Weggefährten, das Anwachsen der Entwürfe, der Gedichte und Skizzen im kostbarsten Geheimort, dem Blauen Koffer. Das gipfelt in einer unglaublichen Geschichte - dem Erscheinen seines ersten Romans, besehen von ihm selbst, dem Autor. Oder doch nicht? »Februar. Kurfürstendamm. Es nieselt. Der Wind pfeift. Er zurrt sich den Schal enger um den Hals. Er läßt kein Buchhandlungsschaufenster aus. Er stößt auf sein Buch. Ja, im Fenster, nicht irgendwo drinnen versteckt. Einmal von vorn. Und einmal von hinten. Hinten ist das Photo drauf, das der Verlag von ihm für das Buch und die Prospekte hat machen lassen. Er bleibt lange vor sich selbst und seinem Werk stehen. Dabei frösteln seine Gedanken weg. Gehen an dem vorbei, was er sieht. »Das bin ich nicht«, denkt er. Und entschließt sich zu denken: 'Das bin nicht ich.' Er ist froh, daß er es nicht ist. Noch am selben Abend gr

最近チェックした商品