Description
Mit Aesthetics of Access wird vor allem die künstlerisch-ästhetische Praxis bezeichnet Hilfsmittel der Barrierefreiheit, wie Audiodeskription oder Leichte Sprache von Anfang an als künstlerische Mittel in Aufführungen zu integrieren und nicht im Nachhinein als Serviceangebot zur Verfügung zu stellen. Seit einigen Jahren erproben zahlreiche Künstler*innen diese ästhetische Praxis, die den Abbau von Barrieren insbesondere für ein behindertes Publikum zum Ziel hat. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser zeitgenössischen Praxis fängt gerade erst an.Im Mai 2024 fand die partizipative Fachtagung Stating the Aesthetics of Access als Kooperation zwischen dem Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur, dem DFG-Graduiertenkolleg Ästhetische Praxis, sowie dem Herder-Kolleg der Universität Hildesheim mit dem theater fürniedersachsen statt.Künstler*innen und Wissenschafter*innen waren eingeladen künstlerische Formate ihrer Aesthetics of Access zu zeigen, zu erklären, zu befragen und zu diskutieren. In fünf Performativen Pitches und zwei thematischen Panels wurden Spielformen dieser Praktiken vorgestellt. Dieser Sammelband vereint nun einige der auf der Tagung vorgestellten Beiträge und führt sie in einer verschriftlichten Form weiter. Isabel Schwenk (sie/ihr), weiß, nicht-behindert, cis-weiblich, akademisch sozialisiert. Sie ist Kulturwissenschaftlerin, Theatervermittlerin und Performerin. Von 2019 - 2024 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur (MTPK) der Stiftung Universität Hildesheim (SUH). Seit 2023 assoziiertes Mitglied im DFG-Graduiertenkolleg Ästhetische Praxis der SUH. Sie promoviert zu Leichter Sprache im Theater. Sie arbeitet(e) als Performerin für diverse Gruppen (HAUPTAKTION, Syndikat Gefährliche Liebschaften, Fräulein Wunder AG) und war Künstlerische Leitung und Performerin des Kollektivs christians//schwenk (2012 - 2022). Als Dramaturgin arbeitet Isabel Schwenk für verschiedene Kollektive und Einzelpersonen aus den Bereichen Theater, Performance und Film. Isabel Schwenk engagiert sich ehrenamtlich in der Initiative für Solidarität am Theater. Dr. Anna Wieczorek (sie/ihr) ist Tanzwissenschaftlerin und aktuell wissenschaftliche Mitarbeiterin mit Schwerpunkt Tanz am Institut für Medien, Theater und populäre Kultur der Universität Hildesheim. Nach ihrem Studium der Dramaturgie in München wurde sie in mit ihrer Dissertation "Historische (Re-)Formulierungen" zu einer post/dekolonialen Perspektive auf Tanzgeschichtsschreibung promoviert (Universität Salzburg, erschienen in der Reihe Medien und Theater des OLMS-Verlags / Universität Verlag Hildesheim, Open Access). Sie war außerdem Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt "Gesten des Tanzes - Tanz als Geste" (Universität Hamburg, mit Gabriele Klein/Elisabeth Leopold) und im FWF-Forschungsprojekt "Traversing the Contemporary" (Universität Salzburg, mit Claudia Jeschke / Sandra Chatterjee). In ihrer Forschung interessiert sie stets die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis, v. a. in Bezug auf Themen wie Scores / Notationen.



