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Description
Das Phänomen des Nationalen in der Musik ist ein Thema, das die Musikwissenschaft schon lange begleitet. Gewissheiten über die Evidenz nationaler Musikcharaktere sind dabei längst dem Bewusstsein für die Konstruiertheit derartiger Zuschreibungen gewichen. Von diesem Bewusstsein ausgehend stecken die Beiträge des vorliegenden Bandes einen weiten zeitlichen und geografi schen Rahmen ab: Vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, von Süd- und Nordamerika über Europabis Ostasien. Sie formulieren Antworten auf die Frage, wie es vor sich geht, wenn Musik mit nationaler Bedeutungaufgeladen wird. Die Beschränkung auf Instrumentalmusik ermöglicht - durch die Ausklammerung vertonter Texte - die Konzentration auf jene begleitenden verbalen Äußerungen und Deutungsstrategien, die außerhalb der Musik zu finden sind, ihre nationale Verortung aber maßgeblich verantworten.Über geschichtliche Schlaglichter hinaus ermöglicht dieAuseinandersetzung mit konkreten Szenarien rund um Stilrichtungen, Genres, Künstler:innen, Werke, Institutionen und Musikinstrumente Einblicke in Prozesse der Nationalisierung von Musik, die auch für die Gegenwart aufschlussreich bleiben. Dr. Michael Braun ist seit 2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musikwissenschaft der Universität Regensburg. Eine Professurvertretung führt ihn 2024-2025 an die Philipps-Universität Marburg. Er studierte Musikwissenschaft und Geschichte in Regensburg und Padua und wurde 2017 mit einer Dissertation zu Béla Bartóks Vokalmusik (erschienen 2017 im ConBrio-Verlag) promoviert. Die 2021 abgeschlossene Habilitationsschrift konzentrierte sich auf die Geschichtsschreibung zur frühen Sinfonie (Geschichten der Sinfonie. Das sinfonische Schaffen Giovanni Battista Sammartinis im Licht unterschiedlicher Gattungskonzepte, Veröffentlichung in Vorbereitung). Als weitere Interessen in Forschung und Lehre haben sich das Phänomen nationaler Zuschreibungen zu Instrumentalmusik und die Geschichte und Funktionsweise von Filmmusik etabliert.



