Bindungsstörungen und unsichere Bindungsmuster. Chancen und Grenzen der stationären Jugendhilfe (Erstauflage. 2018. 96 S. 9. 22 cm)

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Bindungsstörungen und unsichere Bindungsmuster. Chancen und Grenzen der stationären Jugendhilfe (Erstauflage. 2018. 96 S. 9. 22 cm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783961466610

Description


(Text)
Die in stationären Heimeinrichtungen wohnhaften Kinder und Jugendlichen sind in vielerlei Hinsicht durch chronisch traumatische und belastende Ereignisse innerfamiliärer Qualität geprägt, was letztendlich auch den Grund der stationären Unterbringung symbolisiert. Neben Missbrauchs- oder Vernachlässigungserfahrungen, familiären Konflikten und Trennungen, haben diese Kinder und Jugendlichen in den wenigsten Fällen eine zuverlässige, feinfühlige, transparente und verlässliche Bindungsperson erlebt. Aus der Dynamik traumatischer und angsterregender Ereignisse sowie des fehlenden sicheren Hafens entwickeln sie unsichere bzw. hochunsichere Bindungsmuster, wenn nicht sogar eine Bindungsstörung.Die stationäre Jugendhilfe verfolgt das Ziel der Vermittlung korrektiver Bindungserfahrungen, jedoch stehen die Chancen und Erfolgsaussichten im Schatten der zu bewältigenden Grenzen und Herausforderungen.
(Extract)

(Author portrait)
Mila Slangen wurde 1994 geboren und hat im Jahr 2016 das Studium der Sozialen Arbeit abgeschlossen. Neben dem Studium arbeitete sie im Rahmen der öffentlichen Jugendhilfe mit stark belasteten Familien und hochtraumatisierten, bindungsunsicheren Kindern und Jugendlichen. Aufgrund festgestellter Kindeswohlgefährdungen wurden viele dieser Kinder stationär untergebracht. Schnell war klar, dass diese Kinder in ihrem Sozialverhalten sehr auffällig waren und die Heimeinrichtungen vor der Herausforderung standen, diesen Kindern das Vertrauen in die Welt und in den Menschen zu vermitteln. Entsetzt und zugleich motiviert von diesen Entwicklungsverläufen beschloss die Autorin, sich mit der Thematik dieses Buches näher zu befassen und Zusammenhänge zu finden.
(Extract)
n entsprechend dem Bedarf von den ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen betreut und begleitet.
Insgesamt nahmen 39 Jungen und 33 Mädchen an der Studie teil. Das Alter variierte dabei von 12 bis 23 Jahre, das Durchschnittsalter betrug 16 Jahre (Schleiffer 2014: 104). Die Gründe für die stationäre Unterbringung der Kinder und Jugendlichen wurde den Akten entnommen, bzw. in persönlichen Gesprächen mit der Heimleitung in Erfahrung gebracht. In über 80 % der Fälle wurde die stationäre Unterbringung durch Vernachlässigung und Misshandlung im elterlichen Haushalt begründet. 10 % Prozent der Fälle lässt auf eine Überforderung der Kindeseltern schließen. Vier der untersuchten Jugendlichen sind auf Grund von Krieg aus ihren Heimatländern vertrieben worden. Bei dreiviertel der Jugendlichen lebten die Eltern getrennt. 14 der Jugendlichen mussten die Trennung von den Eltern oder einer wichtigen Bezugsperson durch einen Todesfall erfahren. Insgesamt lässt sich sagen, dass es sich bei den untersuchten Kindern und Jugendlichen um eine "typische Heimpopulation" handelt. Eine stationäre Unterbringung wird lediglich dann in Anbetracht gezogen, wenn ambulante Maßnahmen keine Erfolge zeigen und die Kindeseltern in ihrer Erziehungsunfähigkeit so fortgeschritten sind, dass ein weiterer Aufenthalt bei den Kindeseltern kindeswohlgefährdend wäre (Schleiffer 2014: 104 ff.).
Die Studie untersuchte unter anderem die psychopathologischen Auffälligkeiten, sowie die Bindungsorganisation bei Jugendlichen.
Zur Erfassung der Persönlichkeitsmerkmale der Jugendlichen, sowie der Herstellung von Zusammenhängen mit psychischen Auffälligkeiten wurde der Offer-Selbstbildfragebogen, sowie die Child Behavior Checklist zur Befragung der BetreuerInnen verwendet. Diese wurden gebeten einen Fragebogen über das Verhalten der Jugendlichen auszufüllen, welcher eigentlich für die jeweiligen Eltern konzipiert ist, mit dem Ziel eine externe Einschätzung zu erhalt

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