Göttin der Anarchie : Leben und Zeit von Lucy Parsons (2023. 448 S. mit SW-Fotoblock. 24 cm)

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Göttin der Anarchie : Leben und Zeit von Lucy Parsons (2023. 448 S. mit SW-Fotoblock. 24 cm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783960543015

Description


(Text)
Lucy Parsons, nie gehört? Nun, sie war eine der bekanntesten Anarchistinnen Amerikas, Wortführerin der US-Arbeiterbewegung, eine der radikalsten Schwarzen Frauen des späten 19. Jahrhunderts. Trotzdem ist sie hierzulande höchstens als Witwe von Albert Parsons bekannt, einem der fünf Anarchisten, die nach dem Haymarket-Aufstand von 1886 hingerichtet wurden. Dabei hat sie ihren Mann um Jahrzehnte überlebt und war so viel mehr als bloß »die Witwe«: Mitgründerin der IWW, Gewerkschafterin, Rednerin, Autorin, Herausgeberin, Briefpartnerin von Pjotr Kropotkin, Errico Malatesta, Johann Most, Emma Goldman und vielen anderen.Jacqueline Jones zeichnet nicht nur das fesselnde Porträt der noch als Sklavin geborenen politischen Kämpferin, unerschrockenen Revolutionärin und Zeitgenossin in all ihren Facetten und Widersprüchen. Es gelingt ihr auch, das wechselvolle Jahrhundert dieses Lebens zu erfassen sowie die verschiedenen Strömungen der Arbeiterbewegung - zwischen Reform und Revolution, zwischen Paternalismus und Propaganda der Tat - differenziert darzustellen. Ihre Biografie schlägt eine Brücke zu widerständischen politischen Bewegungen der Gegenwart.
(Extract)
Eine Heilige säkularer oder anderer Art war Lucy Parsons nicht. Ihr Leben wies etliche Ironien und Widersprüche auf: Sie war das Kind einer Sklavin, stand dem Los afroamerikanischer Arbeiter:innen sowohl im Süden wie in ihrer Wahlheimat Chicago aber völlig gleichgültig gegenüber. Sie war sexuell freizügig, trat in der Öffentlichkeit aber als traditionelle Ehefrau und Mutter auf. Sie pries Familienbande, doch ihre Mutter und Geschwister ließ sie in Waco zurück und vernachlässigte sie bis an ihr Lebensende. Sie instrumentalisierte ihre Kinder politisch und entledigte sich ihres Sohnes, als er sie öffentlich zu blamieren drohte. Sie war eine Arbeiteragitatorin, hatte aber weder die Geduld noch wirklich ein Interesse daran, Arbeiter:innen zu organisieren, und eine Anarchistin, die große historische Zeiträume im Blick hatte, aber bedeutende politische und wirtschaftliche Entwicklungen, die Amerika nach dem Bürgerkrieg tiefgreifend veränderten, hartnäckig übersah. Sie war einerseits anfundierten Debatten und gelehrten Abhandlungen interessiert und pries andererseits die Vorzüge von Sprengstoff.
(Author portrait)
Jacqueline Jones, geboren 1948 in Delaware, ist Professorin für Sozial- und Ideengeschichte an der University of Texas in Austin. Ihr Spezialgebiet sind feministische Ökonomie sowie Geschichte der Sklaverei, Klasse und Race. Für ihr Buch »Labor of Love, Labor of Sorrow: Black Women, Work, and the Family from Slavery to the Present« wurde sie 1986 mit dem Bancroft Prize in American History ausgezeichnet und war Finalistin für den Pulitzer-Preis, ebenso wie ein zweites Mal 2017 mit »A Dreadful Deceit: The Myth of Race from the Colonial Era to Obama's America«.

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