Zwischen Schuld und Unrechtsjustiz : Zur Praxis sowjetischer Militärtribunale in Deutschland 1945-1956 (Zeitfenster - Beiträge der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Zeitgeschichte)

個数:

Zwischen Schuld und Unrechtsjustiz : Zur Praxis sowjetischer Militärtribunale in Deutschland 1945-1956 (Zeitfenster - Beiträge der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Zeitgeschichte)

  • 在庫がございません。海外の書籍取次会社を通じて出版社等からお取り寄せいたします。
    通常6~9週間ほどで発送の見込みですが、商品によってはさらに時間がかかることもございます。
    重要ご説明事項
    1. 納期遅延や、ご入手不能となる場合がございます。
    2. 複数冊ご注文の場合は、ご注文数量が揃ってからまとめて発送いたします。
    3. 美品のご指定は承りかねます。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて
  • 【入荷遅延について】
    世界情勢の影響により、海外からお取り寄せとなる洋書・洋古書の入荷が、表示している標準的な納期よりも遅延する場合がございます。
    おそれいりますが、あらかじめご了承くださいますようお願い申し上げます。
  • ◆画像の表紙や帯等は実物とは異なる場合があります。
  • ◆ウェブストアでの洋書販売価格は、弊社店舗等での販売価格とは異なります。
    また、洋書販売価格は、ご注文確定時点での日本円価格となります。
    ご注文確定後に、同じ洋書の販売価格が変動しても、それは反映されません。
  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783960237143

Description

Auf der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis 2. August 1945 einigten sich die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs darauf, die Hauptverantwortlichen des NS-Regimes sowie alle an der Planung und Durchführung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit Beteiligten vor Gericht zu stellen. Gleichzeitig legten die Alliierten fest, dass "alle anderen Personen, die für die Besetzung und ihre Ziele gefährlich sind", zu verhaften und zu internieren waren. Diese Formulierung eröffnete der Sowjetunion erheblichen Spielraum, im dem von ihr besetzten Gebiet weit über ehemalige Nationalsozialisten und andere Stützen des "Dritten Reiches" hinaus, "feindliche Elemente" in Gewahrsam zu nehmen.Der überwiegende Teil der durch sowjetische Militärtribunale (SMT) in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands (SBZ) und in der frühen DDR zwischen 1945 und 1955 verurteilten deutschen Zivilisten stand nicht wegen einer Beteiligung an NS-Verbrechen vor Gericht. Stattdessen wurden sie wegen politischer Delikte belangt: zum Beispiel wegen der Verbreitung antikommunistischer Flugschriften, wegen der Weitergabe von Stimmungsberichten aus der SBZ/DDR an westliche Medien und Organisationen oder wegen nachrichtendienstlicher Tätigkeit für westliche Geheimdienste. Unter den wegen Spionage Verurteilten befanden sich auch nicht wenige Frauen, die beispielsweise als Zivilangestellte in sowjetischen Dienststellen tätig gewesen waren. Zu den SMT-Verurteilten zählten jedoch auch Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs schwere Schuld auf sich geladen hatten - etwa Angehörige von Polizeieinheiten in den besetzten sowjetischen Gebieten oder Beteiligte an Massenmorden in Konzentrations- und Kriegsgefangenenlagern. Eine eigene, bisher wenig beleuchtete Teilgruppe unter den Verurteilten bildeten sowjetische Staatsbürger, die wegen Kollaboration mit der deutschen Besatzungsmacht, wegen militärischer oder krimineller Delikte sowie wegen antisowjetischer Äußerungen vor SMT standen.Im vorliegenden Band stellen Historiker und Historikerinnen sowie Politikwissenschaftler die Ergebnisse ihrer aktuellen Forschungen zu diesen und weiteren Aspekten der Thematik auf der Grundlage neu erschlossener Quellen vor. Letztere stammen zum Beispiel aus dem Archiv des Bundesnachrichtendienstes, dem Stasi-Unterlagen-Archiv, dem Staatsarchiv der Russischen Föderation sowie aus dem Archiv des Sicherheitsdienstes der Ukraine. So entsteht ein differenzierteres und präziseres Bild der sowjetischen Militärjustiz, das den bisherigen Forschungsstand wesentlich erweitert.

最近チェックした商品