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Description
(Text)
Bildungsmarketing als besondere Form des Dienstleistungsmarketings bewegt sich zwischen Marketing und Bildungswissenschaften. Die Einflüsse der Produktgestaltung sind bis in die didaktische Umsetzung spürbar. Im Gegenzug wirken sich didaktische Gestaltungen auf die Möglichkeiten der Produktpolitik aus.
Die Wechselwirkungen der unterschiedlich orientierten Fachbereiche aus Wirtschaftswissenschaften und Pädagogik als Teil der Sozialwissenschaft stellen beide Bereiche vor Herausforderungen in der Entwicklung von Angeboten. Bei kompetenzorientierten Trainings zeigen sich die Wechselwirkungen in vielfältiger Art. Zweckgebundene Inhalte für den beruflichen Einsatz weisen vielfach eine Struktur auf, die über ein reines Anbieter zu Kunden Verhältnis hinausgehen. Abweichende Teilnehmer und Kostenträger stellen beim Anbieter Marketing und didaktisch handelndes Personal vor Herausforderungen, die gemeinsam gelöst werden können.
(Extract)
Textprobe:
Kapitel 3.1, Gestaltung von Lernumgebung und Didaktik:
Gestaltung der Lernumgebung auf Basis von Theorien bedarf einer Prüfung der Passung von Theorie und Lerngegenstand. Passung bedeutet, das Lerninhalte zu Form, Personen und Kontext passen müssen. Der Lehrgegenstand wird im folgenden Beispiel Projektmanagement sein.
Didaktik bezieht sich auf jede absichtsvolle, geplante und Veranstaltung mit Lehrziel. Als Handlungsorientierung soll Didaktik Lehrende bei Gestaltung und Planung des Unterrichts unterstützen. Im Teil der makrodidaktischen Planung wird eine Reihenfolge und zeitliche Ressourcen für Themen festgelegt, wobei zwingende Zusammenhänge der Themen zu berücksichtigen sind. Empirische Untersuchungen der Schuldidaktik zeigen die Aufgabenerstellung und Planung der Inhalte als häufigsten Fokus der Unterrichtsplanung. Bildungsangebote in wirtschaftlichem Umfeld unterscheiden sich jedoch von staatlich finanzierter Schule. Das Produktangebot der Produktpolitik des Marketing hat bereits das Thema, als Kern des Produktnutzen festgelegt, um ein Lernangebot mit seinem Kernnutzen für die Teilnehmer überhaupt anzubieten. Der Zeitrahmen für die Inhalte ist ebenfalls ein elementarer Teil des Angebotes und eine vorab notwendige Information für Interessenten. Die makrodidaktischen Entscheidungen werden also stark durch den festgelegten Rahmen der Produktpolitik mitgestaltet.
Die mikrodidaktische Planung berücksichtigt Bedingungen, Inhalte und Methoden der Umsetzung. Die Gestaltung der günstigen Kommunikationsstrukturen für den Lernprozess liegt im Verantwortungsbereich der Seminarleitung. Eine Kernaufgabe ist es dabei die Reduktion des Stoffs, entsprechend dem Lernziel und des Personenkreis. Der Personenkreis der Teilnehmer wurde durch die angesprochene Zielgruppe eingegrenzt. Produktpolitische Entwicklung des Seminars bildet einen Rahmen für die inhaltliche Gestaltung der Microdidaktik.



