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Description
In diesem Buch werden drei Modelle einer institutionalisierten Zusammenarbeit von Naturforschung und Ingenieurwesen entwickelt. Dazu wurde die Kooperation von Biolog:innen und Maschinenbauer:innen in einem Verbundforschungsprojekt mit Methoden der interpretativen Sozialforschung analysiert. Darauf aufbauend erkundet Johannes Hätscher - unter Einbezug von Erkenntnissen aus der Kritischen Theorie und Phänomenologie betreffs des Verhältnisses von Natur und menschlicher Technologieentwicklung - Möglichkeiten, eine ökologische Transformation der Industriegesellschaft zu unterstützen.In seiner soziologisch-interpretativen und sozialphilosophisch-reflektierenden Herangehensweise richtet sich das Buch an Forschende aus den Sozial- und Geisteswissenschaften, die mit Themen im Feld der Technologieentwicklung, digitalen Transformation, Wissenschaftsorganisation oder Ökologie befasst sind. Darüber hinaus versteht es sich als praktische Beratungsleistung für Entscheider:innen im Bereich der Forschungspolitik sowie für Vertreter:innen aus Wirtschaft und Industrie.Biomimetik ist eine Designtechnik aus dem Maschinenbau, die sich von Wirkprinzipien in der Natur inspirieren lässt. Das erste Modell soll diese Praxis in kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) fördern. Dabei wird auch untersucht, bis zu welchem Grad diese Praxis mit KI automatisierbar ist. Ein zweites Modell sucht nach Wegen, Flora und Fauna unter dem Aspekt ihrer Konstruiertheit grundlagenwissenschaftlich zu erforschen.In einem dritten Modell, dem »Institut für Klinische Konstruktion und Kreislaufforschung«, werden sodann Vorschläge zu einer ökologischen Reform der Industriegesellschaft unterbreitet. Diese basieren auf einer sozialphilosophischen Diskussion biomimetischer Praxis und Rezeption der Naturforschung Goethes (Alfred Schmidt), der Negativen Metaphysik (Karl Heinz Haag), der soziologischen Professionalisierungstheorie (Ulrich Oevermann) sowie einer Kritik von Industriepolitiken in totalitaristischen Systemen. Dieser »Bockenheimer Exkurs« versteht sich als Kritik der instrumentellen Vernunft in der Tradition der Kritischen Theorie und zeigt - wenn auch sehr schmale - Wege einer Transformation humaner Technikentwicklung und ihres Gebrauchs im sogenannten Anthropozän auf. Johannes Hätscher studierte Soziologie, Psychologie, Philosophie und einige Semester Elektrotechnik in Frankfurt am Main und Berlin. Er wurde mit einer klinisch-soziologischen Arbeit im Feld der Neurologie und Neurochirurgie promoviert. Berufliche Stationen führten ihn in die globale Industrieanalyse & Think-Tankarbeit, in die Ethik der medizinischen Forschung, zur Studienstiftung des deutschen Volkes sowie zuletzt zur Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Bei Velbrück Wissenschaft erschienen: Geregelte Außeralltäglichkeit. Deutungs- und Handlungsprobleme von Patienten mit Morbus Parkinson und ihren Partnern bei der Therapie durch Tiefe Hirnstimulation (2014).



