Kollektive Arbeitsweisen in den darstellenden Künsten : Perspektiven aus Theorie und Praxis

個数:
  • 予約

Kollektive Arbeitsweisen in den darstellenden Künsten : Perspektiven aus Theorie und Praxis

  • 現在予約受付中です。出版後の入荷・発送となります。
    重要:表示されている発売日は予定となり、発売が延期、中止、生産限定品で商品確保ができないなどの理由により、ご注文をお取消しさせていただく場合がございます。予めご了承ください。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて
  • 【入荷遅延について】
    世界情勢の影響により、海外からお取り寄せとなる洋書・洋古書の入荷が、表示している標準的な納期よりも遅延する場合がございます。
    おそれいりますが、あらかじめご了承くださいますようお願い申し上げます。
  • ◆画像の表紙や帯等は実物とは異なる場合があります。
  • ◆ウェブストアでの洋書販売価格は、弊社店舗等での販売価格とは異なります。
    また、洋書販売価格は、ご注文確定時点での日本円価格となります。
    ご注文確定後に、同じ洋書の販売価格が変動しても、それは反映されません。
  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783958085244

Description

Was zeichnet kollektive Formen der Zusammenarbeit in den zeitgenössischen, darstellenden Künsten aus? Wie entwickeln und reflektieren Kollektive ihre eigenen Praktiken? Wie lassen sie sich weitergeben? Und inwieweit dokumentieren diese zugleich auch wichtige Prozesse institutionellen Wandels innerhalb der Theaterlandschaft?

Kollektive Arbeitsweisen prägen die Freie Szene seit jeher, doch in den letzten Jahren lässt sich ein deutlicher Trend zum Kollektiven auch in anderen Bereichen des Kulturbetriebs beobachten. Konzepte wie New Work , Commons oder Sorgearbeit knüpfen an Begriff und Logiken des Kollektiven an und verbinden damit enthierarchisierte, selbstbestimmte, basisdemokratische und solidarische Organisationsformen. Gleichzeitig scheint es wichtig, zu differenzieren, inwiefern unterschiedliche kollektive Praktiken gegenwärtig tatsächlich den Ansprüchen an hierarchie- und machtkritisches Arbeiten gerecht werden.

Der Sammelband leistet eine aktuelle Bestandsaufnahme kollektiven Arbeitens in den freien darstellenden Künsten im deutschsprachigen Raum, bündelt vielfältige Reflexionen zum Begriff und der Reichweite des "Kollektiven" und verortet kollektive Arbeitsweisen im Kontext gegenwärtiger Transformationsprozesse inner- und außerhalb des Kulturbetriebs. Der Fokus liegt dabei auf einer jüngeren Generation zeitgenössischer, (queer-)feministischer Theater-, Tanz- und Performancekollektive, zu denen bislang noch nicht viel geforscht und publiziert wurde.

Der Band bewegt sich zwischen wissenschaftlicher Reflexion und künstlerischer Praxis: Er richtet sich gleichermaßen an Akteur:innen aus Kunst, Wissenschaft und angrenzenden Kontexten. Versammelt werden praxeologisch informierte, theoretische und historisierende Beiträge zur Vielfalt kollektiver Arbeitsweisen, ein interviewbasierter Polylog über Erfahrungen, Spannungen und Selbstverständnisse von Kollektiven, ein Glossar des kollektiven Arbeitens von A wie Aufgabenteilung bis Z wie Zeitmanagement sowie eine praxisorientierte Toolbox kollektiver Produktions- und Arbeitsweisen für Lehre und künstlerische Praxis.

Jule Gorke (sie/ihr) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich "Affective Societies" an der Freien Universität Berlin. Dort forscht sie zu feministischen Ästhetiken des Gegenwartstheaters und den affektiven Dynamiken von Solidaritätsappellen. Sie ist Teil des Performancekollektivs hannsjana, dessen Arbeiten u.a. an den Sophiensælen Berlin, am Nationaltheater Mannheim und am Luzerner Theater zu sehen waren.

Anja Kerschkewicz (sie/ihr) ist Theatermacherin und -kuratorin. Mit dem Performancekollektiv Frauen und Fiktion (FuF) forscht sie auf Basis biografischer Recherchen zu Geschlechterrollen und intersektionaler Gleichberechtigung. Ihre Performances spielten u.a. am Theaterdiscounter Berlin, LICHTHOF Theater Hamburg, Theater Oberhausen sowie beim Heidelberger Stückemarkt und den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Sie lehrte an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, der Universität der Künste Berlin und als Gastprofessorin für kollektives Arbeiten an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin.

Simone Niehoff (sie/ihr) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Graduiertenkolleg "Ästhetische Praxis" an der Universität Hildesheim, wo sie zu kollektivem Arbeiten und Vielstimmigkeit im Sinne pluralistischer, diverser und heterogener Dramaturgien und Ästhetiken forscht. Ihre Dissertation zu theatralen Interventionen schloss sie 2017 an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab und war dort bis 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft sowie im Internationalen Doktorand:innenkolleg MIMESIS. Nach ihrem Studium der Dramaturgie war sie Mitglied des inzwischen aufgelösten Theaterkollektivs faketopretend.

Yana Prinsloo (sie/ihr) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Theaterwissenschaft am Institut für Film-, Theater-, Medien und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Dissertation Theaterarbeit. Praktiken der Freien Szene (2025) zu Arbeits- und Carepraktiken im Gegenwartstheater der Freien Szene in Deutschland ist im Kontext ihrer Forschung im interdisziplinären Sonderforschungsbereich "Humandifferenzierung" entstanden. Von 2017 bis 2021 realisierte sie als Redakteurin Sondersendungen, Fernseh- und Onlinebeiträge für das 3sat-Feuilleton Kulturzeit .

Theresa Schütz (sie/ihr) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich "Affective Societies" an der Freien Universität Berlin. 2021 wurde sie mit einer Studie zur Publikumsinvolvierung im immersiven Theater promoviert. Seitdem forscht sie als Postdoktorandin zu Künstler:innenkollektiven, Zukunftsgefühlen und institutionellem Wandel. 2024 war sie Vertretungsprofessorin an der Folkwang Universität der Künste. Seit 2013 ist sie zudem als freie Theaterkritikerin für verschiedene Fachmedien tätig; seit 2025 ist sie Teil des Kuratoriums des Fonds Darstellende Künste. Im Neofelis Verlag hat sie Stimme - Kritik - Emotion. Festschrift für Doris Kolesch (2025) gemeinsam mit Jenny Schrödl herausgegeben.