Systemische Arbeit mit Familien: Ein kritischer Vergleich zwischen Bert Hellinger und Virginia Satir (Bachelorarbeit) (2014. 56 S. 220 mm)

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Systemische Arbeit mit Familien: Ein kritischer Vergleich zwischen Bert Hellinger und Virginia Satir (Bachelorarbeit) (2014. 56 S. 220 mm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783956844577

Description


(Text)
Diese Bachelor-Thesis befasst sich mit einem kritischen Vergleich zweier Methoden der systemischen Familientherapie/-beratung: Der Familienaufstellung nach Bert Hellinger und die Familienskulptur nach Virginia Satir. Hierbei lautet die zentrale Fragestellung dieser Arbeit: Durch welche Aspekte unterscheidet sich die Familienaufstellung nach Hellinger von der systemischen Arbeit mit Familienskulpturen nach Satir hinsichtlich beider Methoden und Ansätzen? Um dieser Frage im Verlauf der Ausarbeitung nachgehen zu können, werden zunächst die Familienaufstellung nach Hellinger sowie die Familienskulptur nach Satir in ihren Grundzügen beschreibend dargestellt. Nachdem ein theoretisches Basiswissen zur Anwendung beider Methoden vermittelt wurde, wird sich diese Ausarbeitung mit dem kritischen Vergleich beider Methoden nach Hellinger und Satir befassen.
(Extract)
Textprobe:
Kapitel 3.2, Grundlagen der Familienaufstellung:
Bevor ich genauer auf den Begriff der Familienaufstellung eingehe, möchte ich zunächst den Begriff Aufstellung mit einem Zitat näher erläutern: Aufstellungen helfen, systemische Beziehungsstrukturen in kurzer Zeit zu erkennen und zu einer Lösung zu führen. Das Verhalten und die Aussagen des Klienten stellen dabei eine Folge der tieferliegenden unsichtbaren Bindungen dar. Veränderungen in dieser Struktur führen zu Veränderungen im Handeln, Denken und damit Fühlen.
(Franke, 1997, S. 91-92).
Die Familienaufstellung ist eine Methode, bei welcher der Klient mit Hilfe von Gruppenmitgliedern sein inneres Bild seiner eigenen Familie nachstellt. Die Grundannahme lautet hierbei, dass der Grund für psychische Störungen und psychosomatische Erkrankungen möglicherweise eine Störung der Ordnung innerhalb des Familiensystems ist. Somit entstehen so genannte systemische Verstrickungen (vgl. Franke, 1997, S. 85), die sich als Verstoß gegen Hellingers Ordnung innerhalb der Familie schädlich auf die nachfolgenden Generationen auswirken können (vgl. Schlee, 2003, S. 28).
In Bezug auf die Familienaufstellung nach Hellinger beschreibt Hausner die Verbindung der Generationen untereinander innerhalb einer Familie so: Das Familienstellen bringt darüber hinaus ans Licht, wie auch die Traumen der Vorfahren, mit denen wir schicksalhaft verbunden sind, generationsübergreifend weiterwirken und auf das Leben der Nachkommen Einfluss nehmen.
(Hausner, 2008, S.17).
In der Familienaufstellung nach Hellinger wird mit Provokationen gearbeitet, weiterhin weist diese Methode deutliche Bezüge zum psychoanalytischen Weltbild auf (vgl. Sparrer, 2009, S. 102). Hellinger geht in seiner Arbeit davon aus, dass es eine richtige , das heißt eine passende Ordnung für das System gibt. Diese Ordnung verhilft dem System zur Ruhe, Stabilität und Zufriedenheit bei allen Mitgliedern. Die Familienaufstellung ist also dazu da, störende beziehungsweise gestörte Beziehungen zu erforschen. In einem weiteren Schritt wird versucht die Ordnung erneut oder zum ersten Mal (wieder) herzustellen. Unbewusste Verstrickungen innerhalb einer Familie werden durch die Familienaufstellung sichtbar und somit behandelbar gemacht. Die Arbeit Hellingers ist auf Versöhnung und Gerechtigkeit ausgerichtet (Franke, 1997, S. 85-86).
Die Familienaufstellung verläuft in ihren Grundzügen folgendermaßen: Der Klient beschreibt sein Anliegen mit möglichst wenigen Worten (vgl. Schlee, 2003, S. 24). Der Therapeut stellt dem Klienten dann einige Fragen, welche für die Aufstellung wichtig sind. Eine mögliche Frage ist z. B., ob jemand verheiratet ist und Kinder hat. Daraus ergibt sich nämlich, ob auch die Gegenwartsfamilie in die Familienaufstellung einbezogen werden muss oder ob sich die Aufstellung nur auf die Herkunftsfamilie bezieht. Dann stellt der Therapeut Fragen zur Herkunftsfamilie in Bezug auf wichtige Ereignisse, wie beispielsweise nach jung verstorbenen Familienmitgliedern oder traumatischen Erlebnissen des Klienten in der Kindheit (vgl. Hellinger, 2007b, S. 193). Hierbei sind lediglich äußere Ereignisse von Bedeutung. Es ist beispielsweise für die Aufstellung unwichtig, ob der Vater trinkt oder ob sein Wesen eher dominant oder devot ist (vgl. Hellinger, 2007b, S. 194). Hat der Therapeut genug Informationen gesammelt, kann die Aufstellung der Familie des Klienten beginnen (vgl. Hellinger, 2007b, S. 193). Der Klient wird nun aufgefordert sich zu sammeln und seine Familie aufzustellen. Er wählt hierzu aus den anwesenden Gruppenmitgliedern so Stellvertreter für seine Familienmitglieder aus und stellt sie so auf, wie es ihm in Bezug auf sein Anliegen als angemessen erscheint (vgl. Schlee, 2003, S. 24). Das heißt, der Klient positioniert die Stellvertreter in ihrer Beziehung zueinander im Raum (Hellinger, 2007a, S.16). Beim Aufstellen kann der Klient lediglich den Standpunkt im Raum und die Blickrichtung

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