Werthers Selbstmord ein Werk des Teufels?! Die Ansichten über Suizid seit der Aufklärung (Studienarbeit) (2014. 20 S. m. Abb. 220 mm)

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Werthers Selbstmord ein Werk des Teufels?! Die Ansichten über Suizid seit der Aufklärung (Studienarbeit) (2014. 20 S. m. Abb. 220 mm)

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  • 商品コード 9783956842252

Description


(Text)
Die Ächtung des Suizids ist bis in die vorchristliche Zeit zurückzuverfolgen; er galt als Teufelswerk und war mit harten Sanktionen zu bestrafen. Mit dem Beginn der Neuzeit wandelte sich diese Auffassung. Man erkannte, dass die Suizidenten nicht vom Teufel besessen waren, sondern einer psychischen Krankheit unterlagen.
Zu den bekanntesten literarischen Selbstmördern zählt Goethes Werther, dessen psychische Erkrankung am dunkelsten Tag des Jahres in der tödlichen Konsequenz endet. Mit der Veröffentlichung seines Werks Die Leiden des jungen Werthers entfachte Goethe 1774 eine Diskussion in der Gesellschaft. In der kirchlichen Orthodoxie, der Aufklärungsphilosophie und den bürgerlichen Moralvorstellungen waren die Quellen des Protestes und der Kritik zu finden. Die junge Generation des Sturm und Drang hingegen konnte sich mit dem Werther identifizieren und fand ihre eigenen Gedanken und Gefühle wieder.
(Extract)
Textprobe:
Kapitel 2.1, Die Philosophie und der Selbstmord in der Epoche der Aufklärung:
Für die Philosophen der Aufklärung stand fest, dass der Mensch aufgrund des Nutzens seines Verstandes die Freiheit über sein Leben besäße, somit sei es ihm auch gestattet, den Zeitpunkt seines Todes zu bestimmen. Allerdings gab es bei den einzelnen Philosophen Variationen in ihrer Grundhaltung bzgl. Der Thematik des Selbstmordes. Daher möchte ich an dieser Stelle zwei divergierende Meinungen vorstellen, die des schottischen Philosophen David Hume (1711-1776) und die des Königsberger Geisteswissenschaftlers Immanuel Kant (1724-1804).
In Humes Essay Of Suicide wird deutlich, dass der Autor die Ansicht besitzt, der Mensch habe das Recht, über das eigene Leben und seinen Tod zu entscheiden. Der Selbstmord stelle keine Pflichtverletzung gegenüber sich selbst, der Gesellschaft und Gott dar, wie es Thomas von Aquin kanonisiert hatte. Die Gesellschaft erfahre durch den Freitod keinen Schaden und auch Gottes Planung sei durch den Suizid nicht beeinträchtigt.
Für Kant hingegen ist im Einklang mit dem christlichen Glauben die Selbsttötung moralisch nicht vertretbar. Der Mensch habe nämlich die Aufgabe, sich selbst am Leben zu erhalten um in der Welt die Sittlichkeit zu realisieren. Auch Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft und Gott ließen den Selbstmord nicht zu.
In Deutschland ist zur Zeit der Aufklärung vor allem der Philosoph Christian Wolff (1679-1754) bedeutsam, der den Freitod nur dann für entschuldbar hält, wenn entweder der eigene natürliche Tod sehr qualvoll oder das Leben nicht mehr erträglich sei. Insgesamt verläuft daher die Wandlung im Denken der deutschen Gesellschaft zur Thematik des Selbstmordes langsamer und gemäßigter und auch die Kritik an der Kirche ist leiser zu vernehmen als in England oder Frankreich.
3, Werthers Krankheit zum Tode:
Es gibt zahlreiche Interpretationen zu Goethes Werk Die Leiden des jungen Werthers, die die Ursachen für das Scheitern des Protagonisten in seiner Kindheit, der Einstellung gegenüber der Gesellschaft und seiner unglücklichen Liebe zu Lotte suchen. Ich möchte an dieser Stelle nicht nach den Auslösern für seinen Freitod forschen, sondern chronologisch auf die Suizid-Vorausdeutungen im Text selbst eingehen und somit Werthers psychische Erkrankung im wiederholten Verlauf der Jahreszeiten vom Frühjahr bis zum Winter verfolgen, die am dunkelsten Tag des Jahres in der tödlichen Konsequenz endet.
Bereits im Vorwort werden die Leiden des armen Werthers betont, die den Leser ergreifen und ihn mitfühlen lassen sollen. Dies deutet auf ein trauriges Schicksal der Hauptfigur hin, jedoch nicht explizit auf seinen Tod. Dennoch steigert es die Erwartungshaltung des Publikums und veranlasst es, auch zwischen den Zeilen zu lesen.

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