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Description
(Text)
Durch einen besonderen Traum aufgerüttelt, begeben sich die beiden Freunde Faustus und Baldwin auf eine gefährliche Reise.Doch selbst im Zentrum des Römischen Reiches angelangt, sind sie ihres Lebens nicht sicher. Von einer wilden Meute durch die Gassen Roms gehetzt, werden sie gezwungen, sogar durch dunkle unterirdische Gänge zu flüchten ...
(Extract)
1.) Bei den Alamannen
Es war eiskalt. Der Vollmond erleuchtete gespenstisch die abgeernteten Felder und die Bäume, die unter der schweren Schneelast ächzten und knarzten. Da - plötzlich bemerkte ich, wie sich aus dem Wald dunkle Schatten den Weg durch den Schnee bahnten. Sie kamen direkt auf mich zu! Ich kniff die Augen zusammen, um besser sehen zu können.
Der Schreck fuhr mir in die Knochen - Wölfe!
Ein aus etwa zehn Tieren bestehendes Rudel kam geradewegs auf mich zu. Ich wollte davonrennen, doch durch den Schnee, der mir bis knapp unterhalb des Knies reichte, war an rennen gar nicht zu denken. Die Wölfe heulten immer lauter. Ich kämpfte mich Schritt für Schritt weiter voran, getrieben von blanker Angst. Ich wollte schreien, aber der Schrei blieb mir im Hals stecken. Immer wieder drehte ich mich verzweifelt um - sie kamen näher und näher, so nah, dass ich ihr Hecheln und grollendes Knurren hören konnte. Dann hatten sie mich erreicht! Der Leitwolf stand keine drei Meter von mir
(Author portrait)
Stefanie Lutz, geboren 1964 in Karlsruhe, lebt in Ottenbach am Fuße des Hohenstaufens und ist von Beruf Heilpraktikerin.Nach dem Abitur begann sie ihr Studium der Klassischen Archäologie in Heidelberg, das sie mit dem Magisterabschluss beendete.Die Liebe von Jesus erfüllt ihr Leben.
(Extract)
konnten.
Der Rest der Familie, Knechte, Mägde und Sklaven waren ebenfalls alle durch meinen Schrei aus dem Schlaf gerissen worden.
Mit noch etwas zittriger Stimme fing ich an zu erzählen: 'Wir hatten Winter. Einen strengen, eiskalten Winter mit viel, viel Schnee. Die Äste der Bäume konnten die Last kaum noch tragen und immer wieder hörte ich sie herunterbrechen. Der Vollmond leuchtete bleich vom Himmel und hüllte die Landschaft in ein gespenstisches Licht. Plötzlich lösten sich Schatten aus der dunklen Silhouette des Waldes und ich erkannte ein Rudel mit zehn Wölfen, das direkt auf mich zukam. Ich wollte wegrennen, konnte es aber nicht, weil der Schnee zu hoch war. Plötzlich stand der Leitwolf vor mir, gefährlich knurrend und die Zähne fletschend. In Todesangst schrie ich nach Jesus um Hilfe. Darauf wachte ich auf.'
Ich blickte in die Runde. Eine der Slavinnen gab mir fürsorglich einen Becher mit warmem Kräutertee, den ich dankend aus ihrer Hand entgegennahm. Arnulf blickte michernst an, stand dann auf und ging nachdenklich, sich mit der rechten Hand das Kinn reibend, in dem großen Wohnraum auf und ab.
Keiner sagte ein Wort, nur das Knistern des Feuers war zu hören. Alle Augen blickten von Arnulf zu mir und wieder zu ihm zurück.
Abrupt drehte er sich zu mir um und fragte ruhig: 'Faustus, weißt du, was dein Traum bedeutet?' Ich schüttelte verneinend den Kopf. Dann fuhr er fort: 'Er ist eine Warnung an uns alle, mein Sohn! Weißt du, wir Alamannen beobachten die Natur genau, das Wetter, die Tiere, die Vegetation. Ich vermutete schon, dass es einen harten Winter geben wird, auch wenn jetzt noch kein Schnee liegt und die Sonne warm vom Himmel scheint. Der alte 'Otter', unser bester Fischer, bestätigte mir das gerade erst vor ein paar Tagen. Harte Winter haben zur Folge, und so war es immer wieder in der Vergangenheit, dass die Wildtiere hungern müssen. Daher nähern sie sich den Siedlungen der Menschen, um dort leichte Be



