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Description
...nocheinmal für den verlorenen AkkordIn einer Zeit der Leere machte ich mich nach Jahren wieder daran, Lyrik zu schreiben. Es erfasste mich sofort ein Verlangen, die Gedichte in Richtung einer Suche nach dem"verlorenen Akkord" aufzuspannen. Sind meine früheren Texte und Wortbilder geprägt vom Streben nach dem "Zwischenraum," einer Poesie des Wenigen, sollten die neuen Texte mehr dem Lauschen, Komponieren und Finden einer Sprachmelodik zugetan sein. Der Suche nach einem Klang also, den ich in der heutigen fragmentierten Sprachlandschaft der Mails, Apps, Gesichtsbücher, Heimatseiten und Instagramme schmerzlich zu vermissen glaube.So bin ich ganz dafür, dass die Gedichte ein wenig altmodisch daherkommen, stilistisch anklingend an die großen Sucher dieses verborgenen Klanges der deutschen Sprache. Sie wussten es alle: das menschliche Streben nach Sinn sei in Wirklichkeit die Suche nach dem "verlorenen Akkord."Und was sollte Lyrik mehr sein: lauschen - rühmen oder klagen als Mittel zur Verwandlung der Welt nach Innen. Geboren 1956 in Graz. Seit 50 Jahren als Maler und ab 2015 als Filmemacher tätig. Literarische Projekte: In der Edition Wirth erschienen die Bücher "Tageweiss" und "Annäherung Raum", im Verlagshaus Hernals "Der Duft des Nichts" und "Die Namen der Nacht" und im Verlag für moderne Kunst "Modenapark". Ausstellungen und Projekte in Europa, U.S.A., Australien, Dubai Japan und China. Lebt und arbeitet seit 2004 in Wien.



