Rekurrenzen der Mediengeschichte : Ein Versuch (1., Auflage)

個数:
  • ポイントキャンペーン

Rekurrenzen der Mediengeschichte : Ein Versuch (1., Auflage)

  • ウェブストア価格 ¥1,551(本体¥1,410)
  • Velbrück(2012発売)
  • 外貨定価 EUR 5.00
  • ゴールデンウィーク ポイント2倍キャンペーン 対象商品(~5/6)
  • ポイント 28pt
  • 在庫がございません。海外の書籍取次会社を通じて出版社等からお取り寄せいたします。
    通常6~9週間ほどで発送の見込みですが、商品によってはさらに時間がかかることもございます。
    重要ご説明事項
    1. 納期遅延や、ご入手不能となる場合がございます。
    2. 複数冊ご注文の場合は、ご注文数量が揃ってからまとめて発送いたします。
    3. 美品のご指定は承りかねます。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて
  • 【入荷遅延について】
    世界情勢の影響により、海外からお取り寄せとなる洋書・洋古書の入荷が、表示している標準的な納期よりも遅延する場合がございます。
    おそれいりますが、あらかじめご了承くださいますようお願い申し上げます。
  • ◆画像の表紙や帯等は実物とは異なる場合があります。
  • ◆ウェブストアでの洋書販売価格は、弊社店舗等での販売価格とは異なります。
    また、洋書販売価格は、ご注文確定時点での日本円価格となります。
    ご注文確定後に、同じ洋書の販売価格が変動しても、それは反映されません。
  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783942393454

Description

Die Beobachtung der Geschichte der Medien lässt erkennen, dass die Erfindung und die Durchsetzung neuer Medien offenbar genau bestimmbare strukturelle Rekurrenzen aufweist. Diese Beobachtung legt die Hypothese nahe, dass es in Medien-entwicklungen so etwas wie ein Innovationsmanagement geben muss, um neue Entwicklungen beherrschbar zu halten und sozial wie kognitiv wirksam werden zu lassen. Innovationen müssen gesellschaftlich regulierungsfähig gemacht werden können, indem Altes als Möglichkeitsvariante zur Ordnungsbildung für Neues genutzt wird. Das heißt, Innovation braucht Rekurrenz und Redundanz, um sich durchsetzen zu können. Mediengeschichte verläuft offenbar ohne ein festlegbares Ziel. Das heißt aber nicht, dass sie sich ohne erkennbare Strukturen entwickelt. Eben solche Strukturen zu entdecken und als plausibel zu erweisen, ist das Ziel der vorliegenden Studie, die eine eigenständige Beobachtungsperspektive auf die Mediengeschichte anbietet. Die grundlegende Hypothese besagt, dass bei der Einführung und Durchsetzung eines Mediums bestimmte strukturelle Rekurrenzen zu beobachten sind, die sich - wenn auch in jeweils historisch spezifisch konkretisierter Form - wie folgt bestimmen lassen, wobei ein Medienbegriff vorausgesetzt wird, der Medien als soziale Teilsysteme konzipiert, die über dem systemischen Zusammenwirken von Kommunikationsinstrumenten, technischen Dispositiven, sozialen Institutionalisierungen und Medienangeboten operieren:- Disziplinierung der Wahrnehmung, Normierung von Prozessen- Versprechen der Demokratisierung und Funktionsoptimierung- Kommerzialisierung- Individualisierung von Medienangeboten und Mediennutzung- Latenzbeobachtung und progressives Beobachtungsmanagement- Entkopplungsprozesse- Medienwandel und Gesellschaftswandel- Progressive Mediatisierung- Medienwandel als Wandel von Wirklichkeitsmodellen und Kulturprogrammen.Die Studie gliedert sich in zwei Teile. Teil I diskutiert medienhistoriographische Kontexte. Zunächst geht es um die Frage, ob und wozu eine eigenständige Medienhistoriographie erforderlich und sinnvoll ist. Dann folgt eine Auseinandersetzung mit Methodenproblemen sowie mit der Begriffsarbeit von Medienhistoriographen, ihren Umgang mit Datierungen und Ursprüngen sowie mit der Bestimmung von Medienfunktionen. Gestützt auf diese Überlegungen wird dann das theoretische Instrumentarium für die nachfolgende historiographische Studie entwickelt, wobei grundlegende Konzepte wie 'Medium', 'Geschichte', 'Gesellschaftlicher Wandel', 'Programme' 'Wirklichkeitsmodell & Kulturprogramm' und 'Beobachter' expliziert werden. Die medienwissenschaftliche Hypothese, die dann in Teil II entfaltet wird, besagt, dass es in Medienentwicklungen Innovationsmanagement geben muss, um neue Entwicklungen beherrschbar zu halten und sozial wie kognitiv wirksam werden zu lassen. Innovationen müssen gesellschaftlich regulierungsfähig gemacht werden können, indem Altes als Möglichkeitsvariante zur Ordnungsbildung für Neues genutzt wird.Das heißt, Innovation braucht Rekurrenz und Redundanz.Teil II untersucht an Hand medienhistoriographischer Literatur, ob und wie sich die postulierten Rekurrenzen der Mediengeschichte beobachten und verständlich machen lassen. Dabei dienen als Untersuchungsbereich ausgewählte Medien, die exemplarisch für alle Medien untersucht werden, und zwar Schrift, Druck, Fotografie, Film, Funk, Fernsehen und Internet. Zwei Exkurse behandeln die Manuskriptkultur sowie das Telefon als folgenreiche Medientechnologien.Dabei zeigt sich, dass sich die postulierten Rekurrenzen in historisch jeweils spezifizierter Form nachweisen lassen. Jede Medieneinführung wird begleitet von heftigen Kontroversen über Nutzen und Schaden. Dabei operieren die Befürworter stets mit dem Argument, das neue Medium demokratisiere den vorher verschlossenen Zugang zu Wissen und Unterhaltung und verbessere damit die Lebensqualität. Um die Erfolgsversprechen eines neuen Mediums nutzen zu können, müssen sich die Nutzer den Nutzungsbedingungen des Mediums unterwerfen. Medien müssen sich rechnen, um sich zu etablieren. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Medieninhalte und Nutzungsmöglichkeiten individualisiert werden, um möglichst breite Zielgruppenpublika zu erreichen. Medien entkoppeln Kommunikation von Interaktion, das Wissen vom Körper, die Kommunikation von Raum und Zeit. Medien stellen Inhalte auf Dauer und machen sie beobachtbar und kritisierbar. Medien, heißt das, entwickeln sich zu beobachtbaren Beobachtungsinstrumenten der Gesellschaft, die Latenzbeobachtung und damit unabweisbar Kontingenzerfahrungen nach sich ziehen. Medienwandel u Einleitungteil imedienhistoriographische kontexte1. Medienhistoriographie: wozu und wie?2. Methodenprobleme von Medienhistoriographen3. Begriffsarbeit der Medienhistoriographen4. Problembereich Datierungen und Ursprünge5. Medienfunktionen. Zur Problematik ihrer Bestimmungen6. Co-Evolutionen7. Mythos Leitmedium8. Theoretisches Instrumentariumteil iizur herleitung und plausibilisierung der rekurrenzenhypothese9. Rekurrenzen der Mediengeschichte10. Zur Implementierung der RekurrenzenhypotheseSchrift - Exkurs 1: Manuskriptkultur - Druck - Fotografie - Film - Rundfunk - Exkurs 2: Das Telefon als folgenreiche Medientechnologie - Fernsehen - InternetSchlussbemerkungenLiteratur Siegfried J. Schmidt, geb. 1940, Prof. em. für Kommunikationstheorie und Medienkultur an der Universität Münster. Veröffentlichungen bei Velbrück Wissenschaft: Kalte Faszination. Medien · Kultur · Wissenschaft in der Mediengesellschaft (2000); Unternehmenskultur. Die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen (2004, 4. Auflage 2008); Systemflirts. Ausflüge in die Medienkulturgesellschaft (2008); Die Endgültigkeit der Vorläufigkeit. Prozessualität als Argumentationsstrategie (2010).