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Description
Das Phänomen »Sünde« durchzieht die Geschichte der Menschheit seit ihren Anfängen. Während dieser Geschichte sind Akzente und Verschiebungen im Verständnis, was Sünde eigentlich bedeutet, offenkundig. Diese stehen im Zusammenhang zum vorherrschenden Weltbild, zur Auffassung vom Menschen und seiner Konditionalität. Besondere Aufmerksamkeit erfordern die einzelnen Paradigmenwechsel. Das Buch ergründet biblische, geistesgeschichtliche und theologische Perspektiven auf die Sünde, stellt Akzentuierungen, Entwicklungslinien sowie den Wandel im Verständnis dar und skizziert die Konturen, worin Sünde eigentlich besteht. Der Fokus liegt auf den Entwicklungen innerhalb des christlichen Verständnisses. Das Phänomen »Sünde« durchzieht die Geschichte der Menschheit seit ihren Anfängen. Während dieser Geschichte sind Akzente und Verschiebungen im Verständnis, was Sünde eigentlich bedeutet, offenkundig. Diese stehen in Relation zum vorherrschenden Weltbild, zur Auffassung vom Menschen und seiner Konditionalität. Besondere Aufmerksamkeit erfordern die einzelnen Paradigmenwechsel im Sündenverständnis. Im Alten Testament begegnet der Übergang von einem hebräischen Verständnis der Verfehlung im Sinne einer physischen Last hin zu einem vom aramäischen Denken geprägten Verständnis der Sünde als Schuld. Die neutestamentlichen Schriften integrieren das Sündenverständnis in ihre je eigenen Entwürfe zur Christus-Verkündigung. Von besonderer Bedeutung ist seit dem 19./20. Jhd. der Paradigmenwechsel hin zu einem vom Personsein her geprägten Verständnis von der Sünde. Dieses Buch zeichnet die Auffassungen davon, was Sünde bedeutet, entlang der geistesgeschichtlichen Phasen nach und stellt Entwicklungslinien dar. Der Fokus liegt auf den Entwicklungen innerhalb des christlichen Verständnisses einschließlich der alttestamentlichen Wurzeln sowie auf dem Wandel, in welchem Horizont Sünde entlang der einzelnen Epochen verstanden wird. Auf diese Weise werden verschiedene Perspektiven auf jenes Phänomen beleuchtet, das der menschlichen Erfahrung von Sünde entspricht. Abschließend skizziert ein zusammenfassender Entwurf die Konturen, worin Sünde eigentlich besteht. 1. alttestamentliche Sichtweisen auf Verfehlung, Bruch und Verkehrung Verfehlung des Menschen in der Urgeschichte Konturen des Begriffsfeldes »Sünde« verfehlen - h / weitere Bezeichnungen Sünde als Last - Sünde als Schuld Sünde gegen Gott 2. Theologien der Sünde in den Schriften des Neuen Testaments paulinische Theologie synoptische Theologien Markus Matthäus Lukas johanneische Theologie 3. Sünde in der frühen Kirche Sünde(n) - Taufe - Vergebung Sündenauffassung im Kontext der antiken Weltsicht Augustinus 4. Theologien der Sünde im Mittelalter Thomas von Aquin Johannes Duns Scotus 5. Sünde in der Sicht von Reformation und Gegenreformation Reformation Konzil von Trient 6. nachtridentinische Entwicklungen Katechismus Priesterausbildung, Beichtpastoral und Kasuistik 7. Immanuel Kant und der kategorische Imperativ 8. objektivistisch-gesetzhaft akzentuiertes Sündenverständnis 9. personal akzentuiertes Sündenverständnis Erneuerungsbewegungen Theodor Steinbüchel Bernhard Häring 10. Beschleunigung der Erneuerung im Kontext des Zweiten Vatikanischen Konzils 11. nachkonziliare Theologien der Sünde Piet Schoonenberg SJ (1911-1999) Karl Rahner SJ (1904-1984) 12. Was bedeutet Sünde? der sittliche Akt Dimension der Sittlichkeit Freiheit angesichts Gottes Akt der Sünde die eigentliche Sünde in und hinter den Einzelsünden personale vs. materiale Aspekte im Sündenverständnis Thomas Schumacher, Dr. phil. Dr. theol. (gnd/115769390)Autor zahlreicher theologischer und theologiegeschichtlicher Publikationen u.a. zur christlichen Existenz, Trinität, Feier der Eucharistie, Theologie des Amtes. Bibliographie: www.denken-im-glauben.de/schumacher.htm



