Unterm Schnurbaum : Deutsch-Chinesische Wahlverwandtschaften. Essays 1991-2009 (2009. 256 S. 20,5 cm)

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Unterm Schnurbaum : Deutsch-Chinesische Wahlverwandtschaften. Essays 1991-2009 (2009. 256 S. 20,5 cm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783938803158

Description


(Text)
"Bei den Kirgisen hat sich noch die Sitte erhalten, Gäste am Ortseingang mit Schnaps und Gebäck zu begrüßen. Man nennt dieses "Xiamajiu", eine feuchte Bewirtung. Der 52prozentige Schnaps wird in kleinen Bechern ausgeschenkt und dient der Einstimmung auf die kommende Rezitation des kirgisischen Epos 'Manas'. Wer bei Kirgisen "von einem Pferd absteigt", hat auch von Kirgisen beköstigt zu werden. Wir wissen, was das bedeutet. Während des Essens sollen wir mit den Herren des Hauses im Wechsel große Schnapsschalen leeren. Jede Schale, gefüllt mit zwei Liang, das sind 100 ml, ist auf einem Tablett in Empfang zu nehmen, ex zu trinken und wieder auf das Tablett zurückzustellen. Ich bin der einzige, der in kleinen Schlucken trinkt. Bei der zweiten Runde geben die ersten auf und müssen sich verziehen. Wer jetzt noch keine Probleme hat, wird diese bald bekommen. Nach der dritten Runde meinen wir, noch eher nüchtern als trunken, zunächst Gesang und Tanz auf dem Großen Platz in praller Sonne und dann dem Polospiel mit totem Lamm unter verhangenem Himmel am Stadtrand beizuwohnen. Im ersten Fall sitzen wir auf Stühlen und langweilen uns im Anblick sowjetischer Architektur; im zweiten Fall sitzen wir zu Pferde und genießen das wilde Treiben der Reiter, die, in zwei Mannschaften aufgeteilt, ein Tier statt einer Kugel mit den Händen von einem Tor zum anderen zu bringen haben. Dabei fliegt das Lamm immer wieder von Mitspieler zu Mitspieler durch die Lüfte." - Wenn der Sinologe, Übersetzer und Dichter Wolfgang Kubin zu einer seiner vielen China-Reisen aufbricht, rüstet er sich für sinnliche Abenteuer. Diese literarischen Treffen zwischen Asien und Europa verlaufen alles andere als akademisch. Da schaffen sich Poeten aus Leibeskräften neues poetisches Material. Daß die starken Bilder in den fesselnden Versen aus solch wilden Momenten rühren, hat sich manch Lyrik-Freund nicht selten ausgemalt - dieser Essayband nun läßt teilhaben am dionysischen Ursprung aller Dichtung.
(Author portrait)
Wolfgang Kubin, geb. 1945 in Celle, lebt in Bonn und Wien. Er ist Professor für Sinologie an der Universität Bonn, Übersetzer und Schriftsteller. Seit 1989 ist er Herausgeber der Zeitschriften Orientierungen. Zeitschrift zur Kultur Asiens und minima sinica. Zeitschrift zum chinesischen Geist sowie seit 2002 Verfasser und Herausgeber der auf zehn Bände angelegten Geschichte der chinesischen Literatur.
Für sein wissenschaftliches, übersetzerisches und literarisches Werk erhielt er diverse Preise, Auszeichnungen und Honorarprofessuren. Unter anderem erhielt er 2003 den Preis für Literatur der Lesegesellschaft und 2013 den Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung.
2007 verlieh ihm die chinesische Regierung in der Großen Halle des Volkes den Staatspreis der VR China für besondere Verdienste um die chinesische Buchkultur, und er erhielt in Peking den Pamir international Poetry Price für seine Übersetzungen moderner und gegenwärtiger chinesischer Lyrik.
Als Schriftsteller schreibt Wolfgang Kubin vornehmlich Lyrik und Essays, aber auch Erzählungen.

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