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Description
(Short description)
Die Stadterkundung "Görlitz unterm Hakenkreuz" hat zum Ziel, auf der Grundlage von Fotos und Stadtkarten ein für Besucherinnen und Besucher auf Fakten beruhendes Informationssystem zur nationalsozialistischen Vergangenheit von Görlitz zu schaffen. Es ist zugleich der Versuch, auf kommunaler Ebene einen bewussten und differenzierten Umgang mit diesem Thema anzuregen.
Kerngedanke ist, dass sich Zeiten der Diktaturherrschaft des "Dritten Reiches" an den einzelnen Orten im Görlitzer Stadtgebiet festmachen lassen und dass über historisch belastete Orte Geschichte vermittelt werden kann.
Die beschriebenen Objekte und Areale werden zu Knotenpunkten eines "Vernetzten Gedächtnisses", an denen jeder Einzelne im positiven Sinne "irritiert" und zum fragenden Nachdenken angeregt wird.
Dirk Kohl, Geschäftsführer Weltbuch Verlag Dresden
(Text)
Topographie einer Diktatur, der Verfolgung und des Widerstands.
Der Zweite Weltkrieg hinterließ tiefe Wunden im Bewusstsein der Bevölkerung. Aus Kenntnis wächst Erkenntnis, daraus könnte eine neue Dimension der Kultur des gegenseitigen Verstehens werden.
Anhand dieses Buches können sich Einwohner, Görlitz-Besucher und junge Menschen mit den historischen Ereignissen in ihrer unmittelbaren Umgebung auseinander setzen. Die bekannteste Demarkationslinie der Welt, die Oder/Neiße-Grenze, prägt bis heute die Geschichte der nach dem Zweiten Weltkrieg geteilten Stadt
in der Mitte Europas.
(Table of content)
7 Vorwort
9 Zum Buch
10 Perle der Lausitz
16 Gleichschaltung
20 Die Synagoge brennt
28 Widerstand im Verborgenen
30 Verfolgung
43 Blitzkrieg
49 Die Gauleitung
55 Rote Armee erreicht Niederschlesien
57 Evakuierung
63 Festung Görlitz
66 Der Angriff auf Lauban
73 Elitedivision, Hitlerjugend und Volkssturm
83 Der Krieg vor der Haustür
94 Operation Lausitz
101 Der 8. Mai 1945
109 Auferstanden aus Ruinen
112 Das "wilde" KZ an der Neiße
117 Kriegswaffen und das Lager Biesnitzer Grund
130 Französischer Mozart hinter Stacheldraht
147 Geheimversteck Schloss Radmeritz
159 Der verlorene Schatz
167 Vergessene Nazibeute unter der Peterskirche
175 Wählt Thälmann
186 Zeittafel
208 Danke
(Extract)
Vergessene Nazibeute unter der Peterskirche?
Walter Scholze aus Klein-Neundorf war gerade erst 16 Jahre alt und lernte im zweiten Lehrjahr bei "Frisörobermeister Zippel". Als "Spezial-Damen-Frisör" in der Bismarckstraße 27 hatte Paul Zippel eine erlesene Kundschaft. "Wir erstarrten regelrecht vor Ehrfurcht, als der hochausgezeichnete und als Fliegerass berühmte Oberst Rudel damals seine Frau in unserem Frisörladen abholte. Frau Rudel war Stammkundin bei Paul Zippel", erzählt Walter Scholze selbst heute noch etwas beeindruckt. Rudel war eine große Nummer in der Stadt, jedes Kind kannte ihn. Kurze Zeit darauf, am 4. August 1944, wurde Scholze zusammen mit 200 Görlitzer Hitlerjungs als Fronthelfer nach Kraschen, Kreis Groß Wartenberg bei Oels, zu Schanzarbeiten an die vermeintliche Hauptkampflinie einberufen. Die ganze Aktion lief unter dem Tarnnamen "Unternehmen Barthold".



