Nadennschöntachnoch : Lustige Gemeinheiten aus und über Berlin (NED. 2011. 110 S. 18.5 cm)

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Nadennschöntachnoch : Lustige Gemeinheiten aus und über Berlin (NED. 2011. 110 S. 18.5 cm)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783936960631

Description


(Extract)
Mit Nothnagel auf den Kopf getroffenVorwort von Arnulf RatingSchön. Sie haben dieses Buch aufgeschlagen! Dieses Glück wird nicht jedem Werk zuteil. Wir kennen das. Es ist wie in der großen Natur. In jedem Jahr, wenn der Herbst naht, fallen wieder Blätter. Massig. Gern auch solche, aus denen Bü-cher werden. Der Herbst hat seinen Höhepunkt, wenn diese Blätter alle weggefegt und gebündelt bei der Buchmesse vorliegen. Dann feiern wir, wie gelegentlich gespottet wird, das Oktoberfest der Intellektuellen. Das aber ist nur der Aufgalopp zur Belebung von Handel und Wandel im Weihnachtsgeschäft. Eine enorme Steigerung des Bruttosozialprodukts wärmt die Herzen in den dunklen Monaten. Je hektischer die umtriebige Vorweihnachtszeit, umso besser das Geschäft. Es ist geeignet, die Menschen milde zu stimmen, jedenfalls für die paar Tage, wenn die Shopping Malls geschlossen sind. Bücher bilden dabei, verpackt als Geschenk, ein Ferment ähnlich einem Teebeutel. Kurz in die Weihnachtsstube gehalten, verströmen sie ihr Aroma, um anschließend unbeachtet im Regal oder Altpapier zu verschwinden.Ein solches Schicksal ist den folgenden Blättern nicht zu gönnen.Klaus Nothnagel hat darin seine Beobachtungen aufgezeichnet, die er im menschlichen Lebensraum vorwiegend in Berlin und Brandenburg sammeln konnte. Anders als der ehrwürdige Fontane, der sich viel der hiesigen Natur oder den Schlössern gewidmet hat, begibt sich Nothnagel in Bereiche, die von zahlreichen Menschen aufgesucht, doch nur von wenigen überhaupt beachtet, geschweige denn beschrieben werden.Mit einem geschliffenen sprachlichen Besteckkasten ausgestattet, verfügt Nothnagel über feinsinnige Beobachtungs- und Formulierungsfähigkeiten, die wir gelegentlich noch im Feuilleton der gehobenen Presse, keinesfalls jedoch in einer Frittenbude im Brandenburgischen vermuten.Bei seiner Sicht auf die Dinge gewinnt er Einstellungen ähnlich denen, die Jim Jarmush in seinen Filmen vor die Kamera bekommt. Der Blick bleibt stehen, wo üblicherweise geschnitten oder weggeblendet wird. Nothnagel entdeckt Lebensäußerungen da, wo das Kameraauge des gewöhnlichen Betrachters vorbeizielt. So nähert er sich mit seiner wortstarken Botanisiertrommel den Biotopen des Banalen und präsentiert den kleinstädtischen Imbiss so, als handle es sich um einen Pavillon auf der Biennale in Venedig. Da wird der Preisaushang einer chemischen Reinigung zum Kunstobjekt, eine Bäckereifachverkäuferin zur sozialen Plastik und eine Videothek zur Installation. Ob Reklameschild oder Fahrstuhlaushang - wir entdecken literarische Kostbarkeiten und spüren der Frage nach, was deren Autor damit sagen wollte. Wir werden fröhlich aufmerksam auf die gewagte Ästhetik mancher Stadtmöblierung und den merkwürdigen Zauber menschlicher Äußerungen, die entstanden sind im energiegeladenen Spannungsfeld von Vorschrift und Verständlichkeit, von Muff und Moderne, von Tradition und Trend.Dies alles wäre halb so köstlich, brächte Nothnagel nicht das Hanseatische aus seiner Heimat Lübeck im Eingemachten mit. Wenn er sich dann im Berlinischen wie im Brandenburgischen umtut, fährt er reiche Ernte ein. Durch seine Betrachtung hiesiger Lebenszusammenhänge spürt man etwas von dieser verqueren Idylle, deren Haltbarkeitsdatum längst überschritten scheint, die aber nicht totzukriegen ist. Man mag in all den Betrachtungen zur Frage kommen, wie diese Unikate von Menschen und Marktplätzen in ihrer unnach-ahmlichen Art überhaupt überleben können. Sind wir bei all dem Wildwuchs hier tatsächlich im Kerngebiet von Preußentum, im Quellgebiet von Ordnung und Disziplin, wo einst der Menschheit die Erfindung des Stechschritts gelang?Hier lebt man von Hause aus zwischen Extremen wie Herz und Schnauze, Kleingeist und Größenwahn. Aus knappen Geschichten ersteht ein Gesamtkunstwerk von eigenartiger Pracht und Individualität, von Größe und immer auch von latenter Gefährlichkeit. Im Gegensatz zum klassischen journalistischen Berufszyniker oder zum gewöhnlichen Satiriker nimmt

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