Description
Die Frau als Adressatin chemischer Literatur des 16. bis 19. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt dieser interdisziplinären Studie. Bereits die an Frauen gerichteten Ratgeber und Frauenzimmerapotheken des 16. und 17. Jahrhunderst vermitteln chemische Kenntnisse, die bei der Herstellung einfacher Arzneimittel zur medizinischen Selbstversorgung benötigt wurden. (Destillation, Extraktion pflanzlicher Rohstoffe usw.). Im 18. Jahrhundert entstand ein bildungshungriges weibliches Lesepublikum, dessen Intersesse für die Naturwissenschaft und im besonderen für die Chemie gefördert wurde. Es erschienen Frauenchemiebücher, in denen trotz vereinzelter misogyner Beitöne die Chemie als ein im besonderen Maße für Frauen geeignetes Betätigungsfeld hervorgehoben wurde. Die Vielzahl der speziell für "das schöne Geschlecht" verfaßten Chemiebücher belegt, das der praktische Nutzen des neugewonnenen Wissens im Alltag der Leserin nachdrücklich betont wurde.



