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Description
Es gibt wohl keine Epoche ohne Melancholie, ohne tiefe individuelle Traurigkeit, ohne innere Qual, ohne Seelenschmerz. Doch es gibt eine Epoche, in der die Melancholie aufhört, ein bloß individuelles Gefühl zu sein, und zum Grundzug des Lebens wird: die Moderne. Denn erst in der modernen Welt geht die Melancholie mit einem radikalen Verlust des Weltsinns einher. Warum kommt es dazu? Warum erlebt man gerade im Zeitalter des Begehrens, der Praxis, der Technik, der verallgemeinerten Produktion eine epidemische Ausbreitung der Melancholie? Warum hört die Melancholie in den letzten zwei Jahrhunderten, besonders im zwanzigsten, auf, ein Phänomen 'persönlicher' Natur zu sein, und wird zu einem sozialen, kulturellen, historischen, ja sogar metaphysischen Ereignis?
Das sind die Fragen, von denen Melancholie und Ende der Welt ausgeht - ein Buch, in dem Paolo Godani seine Leser auf eine schwindelerregende Reise mitnimmt - auf der Suche nach grundlegenden Begriffen wie Körper, Endlichkeit und dem Lebendigen.
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Paolo Godani, geboren 1974 in La Spezia, lehrt Ästhetik an der Universität Macerata. Er forscht zur zeitgenössischen französischen Philosophie (Bergson, Foucault, Deleuze, Rancière), zur Literaturphilosophie und zur politischen Theorie. Zu seinen jüngsten Büchern zählen Sul piacere che manca (DeriveApprodi 2019), Tratti (Ponte alle Grazie 2020; frz. Traits. Une métaphysique du singulier, PUF 2020), Il corpo e il cosmo (Neri Pozza 2021).-
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