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Description
Walter Serner zählt zu den eigenwilligsten Autoren der literarischen Moderne und ist bis heute ein Geheimtipp geblieben. Als Schriftsteller, Dadaist und rastloser Europareisender bewegte er sich zwischen den kulturellen Zentren seiner Zeit. In Zürich wurde er zu einem der wichtigsten deutschen Theoretiker des Dadaismus, mit seinen knapp hundert erotischen Kriminalgeschichten hielt er zugleich den schnellen und abgründigen Ton der europäischen Großstädte der 1920er-Jahre fest. Sein Leben steht exemplarisch für die politischen und kulturellen Umbrüche der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: 1942 wurden Walter Serner und seine Frau Dorothea Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung.Der vorliegende Band geht auf die erste internationale Walter-Serner-Tagung zurück, die im Literaturhaus Berlin veranstaltet wurde. Ihre Gründung und die Arbeit der Internationalen Walter Serner Gesellschaft markieren den aktuellen Versuch, Leben und Werk dieses lange vernachlässigten Autors neu in das kulturelle Bewusstsein zu rücken. Die Tagungsbeiträge werden durch weitere aktuelle Forschungsergebnisse ergänzt. Prof. Dr. Andreas Mosbacher ist Präsident der 2022 gegründeten Internationalen Walter Serner Gesellschaft e.V. Seit Mai 2013 ist er als Richter am Bundesgerichtshof tätig, seit 2012 Honorarprofessor für Strafrecht und Strafprozessrecht, insbesondere Wirtschaftsstrafrecht und Revisionsrecht, an der Universität Leipzig. In seinen zahlreichen Veröffentlichungen, Vorträgen und Lehrveranstaltungen beschäftigt er sich zumeist mit juristischen Themen, aber auch der Schnittstelle von Literatur und Strafrecht. Schon seit 1988 ist Walter Serner seine Leidenschaft. Hanna Rollmann-Romanowski, Literaturwissenschaftlerin und Vizepräsidentin der Internationalen Walter Serner Gesellschaft. Nikolai Venn, Rechtsanwalt und Schatzmeister der Internationalen Walter Serner Gesellschaft.



