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Description
(Text)
Person und Werk Peter Huchels lösten während der vergangenen Jahrzehnte immer wieder verschiedenste Reaktionen zwischen harscher Kritik, zwiespältigem Lob und kalkulierter Ignoranz aus. Eine kritische Bestandsaufnahme seiner unterschiedlichen Rezeption, nicht nur im Hinblick auf deutsch-deutsche Konfrontationen, erschien dringend geboten. Unter Beteiligung zahlreicher internationaler Spezialisten veranstaltete die Universität Potsdam im Januar 1996 ein Kolloquium, das zu überraschenden Einsichten und Einblicken in ein literarhistorisches Phänomen führte. Der vorliegende Band versammelt die wichtigsten Beiträge zu Huchels Rezeption nach 1945, mit Schwerpunkten in den beiden deutschen Staaten, in Frankreich sowie im angloamerikanischen Raum. Ideologische Fragen, Übersetzungsprobleme und generationsbedingte Paradigmenwechsel bilden ein ansichtsreiches Panorama, das durch neue Textfunde zu Huchels Arbeit in den 30er Jahren sowie durch eine aktualisierte Bibliographie (1997) ergänzt wird. Damit bietet der Band der nun allerorten einsetzenden Forschung neben soliden Materialien einen facettenreichen Katalog von Fragen und Problemstellungen.
(Table of content)
Aus dem Inhalt: Knut Kiesant: Peter Huchel in der Literaturgeschichtsschreibung der DDR - Michael Gratz: Peter Huchel und die DDR-Germanistik - Christof Siemes: Mutmaßungen über Peter - Die Huchel-Rezeption in Westdeutschland sowie einige Anregungen für eine zukünftige Huchel-Lektüre - Axel Vieregg: Aspekte der Peter-Huchel-Übersetzungen ins Englische - Maryse Jacob: Die Rezeption Huchels in Frankreich - Hub Nijssen: Peter Huchel und die internationale Germanistik: Gibt es eine Huchel-Renaissance? - Karsten Kiesant: "...der hellste Reiter den Nebel ersticht." Ein Lyrikbeitrag Peter Huchels für die Hörfolge Deutscher Kalender: Ein Monatsbild vom Königswusterhäuser Landboten im Rundfunk des Dritten Reichs - Kerstin Bode: "Der Fremde geht davon..." Eine Annäherung an Peter Huchel durch Potsdamer Schüler - Andreas Keller: Germanistik als Disziplin zwischen den Regeln wissenschaftlicher Objektivität und den Regungen persönlicher Subjektivität: Positionen anläßlich des Kolloquiums zu Peter Huchel und Perspektiven einer brandenburgischen Literaturgeschichte - Hub Nijssen: Peter-Huchel-Bibliographie 1986-1997. Mit Ergänzungen zu Axel Viereggs Bibliographie (1985).
(Author portrait)
Der Herausgeber: Knut Kiesant, Jahrgang 1943, ist Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Potsdam. Nach dem Studium der Germanistik, Anglistik und Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Potsdam war er bis 1976 Lehrer in Hoyerswerda. Er promovierte 1974, habilitierte sich in Potsdam 1983 und wurde 1989 Professor für Geschichte der Deutschen Literatur an der PH Potsdam. Der Schwerpunkt seiner Publikationen liegt im Bereich der Literatur- und Kulturgeschichte Brandenburg-Preußens in der Frühen Neuzeit, der deutschen Barockliteratur und -rezeption sowie der Geschichte der Germanistik. Er ist Mitherausgeber von DAPHNIS und CHLOE.



